Suche nach Buckelwal geht weiter | Weather.com
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Wetter erschwert Suche nach befreitem Buckelwal

Seit dem Morgen suchen Umweltschützer und Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei nach dem befreiten Buckelwal. Jetzt ist das Tier vor Wismar aufgetaucht.

28.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Boltenhagen: Das Boot Uecker von der Wasserschutzpolizei fährt an der Ostseeküste vor Boltenhagen entlang. Bei der Suche nach dem vor Timmendorfer Strand befreiten Buckelwal fährt das Boot seit dem frühen Morgen die Küste ab. (Philip Dulian/dpa)
28.03.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Boltenhagen: Das Boot Uecker von der Wasserschutzpolizei fährt an der Ostseeküste vor Boltenhagen entlang. Bei der Suche nach dem vor Timmendorfer Strand befreiten Buckelwal fährt das Boot seit dem frühen Morgen die Küste ab.
(Philip Dulian/dpa)

Der vor Timmendorfer Strand freigekommene Buckelwal ist erneut von mehreren Augenzeugen gesichtet worden. Der Meeressäuger befindet sich in der Wismarbucht, in der Nähe der unbewohnten Insel Walfisch. Das bestätigte das Umweltministerium in Schwerin.

"Es ist unklar, ob er feststeckt oder nicht", sagte der Ministeriumssprecher der dpa. Neben der Wasserschutzpolizei aus Wismar und Rostock sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums, des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sowie der Naturschutzorganisation Greenpeace auf dem Wasser und an Land im Einsatz, um im Notfall helfen zu können.

Am Samstag hatten zahlreiche Beteiligte die Suche nach dem Tier aufgenommen, nachdem es sich eigenständig befreit hatte und zunächst verschwunden war. Regen und Wolken hatten die Suche erschwert. Ein Boot der Wasserschutzpolizei fuhr seit dem frühen Morgen die Küste ab, sagte ein Sprecher dieser Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Das Polizeiboot Walfisch fuhr Streife und unterstütze die Suche indirekt.

Auch die Organisation Greenpeace war mit zwei Booten an der Suche beteiligt, sagte eine Sprecherin der dpa. Die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd war nach eigenen Angaben nicht mit eigenen Booten auf dem Wasser unterwegs.

27.03.2026, Schleswig-Holstein, Timmendorfer Strand: Ein Buckelwal schwimmt begleitet von Schlauchbooten in der Ostsee. Der in der Ostsee vor Niendorf gestrandete Wal hatte sich in der Nacht zuvor befreit. Das Tier schwimmt nun wieder in der Ostsee und wurde von Schiffen der Küstenwache und Polizeibooten begleitet. (Marcus Brandt/dpa)
27.03.2026, Schleswig-Holstein, Timmendorfer Strand: Ein Buckelwal schwimmt begleitet von Schlauchbooten in der Ostsee. Der in der Ostsee vor Niendorf gestrandete Wal hatte sich in der Nacht zuvor befreit. Das Tier schwimmt nun wieder in der Ostsee und wurde von Schiffen der Küstenwache und Polizeibooten begleitet.
(Marcus Brandt/dpa)

Wal hat einen schwierigen Weg

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Experten waren bemüht, den Wal zu finden, um ihn weiter in tieferes Wasser der Ostsee zu drängen. Im Idealfall findet der junge Wal den Weg von der Ostsee zurück in den Atlantik. Das ist laut Experten ein langer und schwieriger Weg. Ein Sender konnte an dem Tier nicht angebracht werden, da die Haut zu sehr erkrankt ist, sagte eine Expertin vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). Helfer wollen nun über die nächsten Schritte entscheiden.

27.03.2026, Schleswig-Holstein, Timmendorfer Strand: Blick auf die Ostsee in der Nähe der Stelle, wo ein Buckelwal gestrandet war. Der seit Tagen in der Ostsee vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Wal hat sich wohl befreit. Fotografen und Journalisten suchten am Freitagmorgen das Wasser und den Horizont nach dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger ab und konnten das Tier nicht mehr entdecken, sagte ein dpa-Reporter vor Ort. (Kai Moorschlatt/dpa)
27.03.2026, Schleswig-Holstein, Timmendorfer Strand: Blick auf die Ostsee in der Nähe der Stelle, wo ein Buckelwal gestrandet war. Der seit Tagen in der Ostsee vor Timmendorfer Strand auf einer Sandbank festsitzende Wal hat sich wohl befreit. Fotografen und Journalisten suchten am Freitagmorgen das Wasser und den Horizont nach dem 12 bis 15 Meter langen Meeressäuger ab und konnten das Tier nicht mehr entdecken, sagte ein dpa-Reporter vor Ort.
(Kai Moorschlatt/dpa)

Experten sorgen sich um das Tier

Der Buckelwal war am Montagmorgen auf der Sandbank entdeckt worden. Nach tagelangen Bemühungen zahlreicher Helfer hatte sich das Tier in der Nacht selbst von einer Sandbank vor Timmendorfer Strand durch eine per Bagger ausgegrabene Rinne freigeschwommen.

Nach der überraschenden Rettung des Wals vor Timmendorfer Strand machen sich Experten Sorgen um den Meeressäuger. Das Tier schwamm am Freitagnachmittag aus der Lübecker Bucht in Richtung Mecklenburg, allerdings in Küstennähe und war zeitweise auch wieder in flacheres Wasser gekommen.

Es sei vor Warnkenhagen (Nordwestmecklenburg) gesehen worden, sagte eine Sprecherin von Sea Shepherd. Mitglieder der Meeresschutzorganisation sowie von Greenpeace begleiteten das Tier mit Schlauchbooten. Nach mehreren Stunden beendeten sie die Beobachtung.

Warum der Wal vor Timmendorfer Strand aufgetaucht war, ist bislang unklar. Großwale wie Buckelwale sind in der Ostsee nicht heimisch. Sie können nach Expertenangaben auf der Suche nach Nahrung Fischschwärmen folgen und in der Ostsee landen. Auch Unterwasserlärm könne eine Rolle spielen.

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