Kaiserpinguin in Not: Bestand schrumpft durch Klimawandel | Weather.com
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Kaiserpinguin in Not: Bestand schrumpft durch Klimawandel

Kaiserpinguine gelten nun als "stark gefährdet". Warum das frühe Aufbrechen des Meereises für die Tiere und ihre Küken zur tödlichen Gefahr wird.

06.12.2019, Antarktis, Prydz Bay: Kaiserpinguine springen von einer Eiskante ins Meer.  Foto: Liu Shiping/Xinhua/dpa
06.12.2019, Antarktis, Prydz Bay: Kaiserpinguine springen von einer Eiskante ins Meer.
(Foto: Liu Shiping/Xinhua/dpa)

Dem Kaiserpinguin in der Antarktis geht es als Folge des Klimawandels immer schlechter. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft ihn nun auf ihrer Skala der vom Aussterben bedrohten Arten als "stark gefährdet" ein.

Die Population der Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) sei von 2009 bis 2018 um zehn Prozent geschrumpft. Es dürften nach der Auswertung von Satellitenbildern 2018 noch rund 180.000 Tiere gewesen sein. Die IUCN geht davon aus, dass sich diese Zahl ohne einschneidende Rückgänge bei den Treibhausgasemissionen bis 2080 halbieren dürfte.

"Der Hauptgrund dafür ist das frühe Aufbrechen und der Verlust des Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht hat", so die IUCN. Kaiserpinguine benötigten Meereis, das an der Küste, am Meeresboden oder an festsitzenden Eisbergen verankert ist, berichten die Fachleute. Dies ist der Lebensraum für die Küken und während der jährlichen Mauserzeit, wenn Pinguine neues Gefieder bekommen und für zwei bis vier Wochen nicht schwimmen können. Bricht das Eis zu früh, stürzt eine Brutkolonie demnach ins Meer und ertrinkt.

Der Kampf um Krill

Die IUCN stuft auch den Antarktischen Seebär (Arctocephalus gazella) neuerdings als stark gefährdet ein. Seine Population habe sich von 1999 bis 2025 mehr als halbiert, auf zuletzt schätzungsweise 944.000 Tiere. Hier ist das Problem unter anderem, dass kleine Krebstiere, Krill genannt, wegen der steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach kaltem Wasser immer tiefer tauchen. Den Seebärenjungen fehlt es deshalb an Nahrung. Zum Krillmangel trage auch bei, dass sich die Population der Bartenwale erholt hat, die dieselbe Nahrung sucht, so die IUCN.

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