Drei Braunbären in Griechenland illegal getötet | Weather.com
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Drei Bären in Griechenland illegal getötet

Zwei Bären wurden erschossen, einer durch einen vergifteten Köder getötet. Die Organisation Kallisto fordert strafrechtliche Verfolgung der Täter.

Braunbär Luigi wurde 2018 als Jungtier verlassen auf einer Straße im Pindosgebirge gefunden und von der Schutzorganisation Arcturos aufgenommen — in Griechenland sind Braunbären streng geschützt, werden aber immer wieder illegal getötet. (Archivfoto)
(Karamanlidis/ARCTUROS/dpa)

Nach dem Tod dreier Braunbären innerhalb weniger Stunden hat die griechische Umweltschutzorganisation Kallisto eine konsequente Aufklärung der Fälle gefordert. Zwei Tiere seien durch Schüsse getötet worden, ein weiteres durch einen vergifteten Köder, teilte die Organisation mit. 

Bärenbegegnung kein Vorwand für Selbstjustiz

Die Vorfälle vom Wochenende verdeutlichten die anhaltenden Bedrohungen für die geschützte Art in Griechenland, kritisierte Kallisto. Die Tötung oder Verletzung eines Bären sei strafbar und verstoße gegen griechische sowie internationale Schutzbestimmungen. Kallisto forderte die Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen.

Begegnungen von Bären mit Menschen dürften kein Vorwand für Selbstjustiz sein. Stattdessen müssten die zuständigen Stellen informiert werden, damit die vorgesehenen Einsatz- und Schutzmaßnahmen greifen könnten. 

Angst geht um im Nordwesten Griechenlands

Doch manche Bewohner im Nordwesten Griechenlands haben Angst, denn mittlerweile wandern die Bären auf Futtersuche in besiedelte Gegenden bis zur Stadt Kastoria. Angezogen werden sie dabei von Abfall der Menschen, aber auch von Obstgärten. Immer wieder kommt es deshalb zur Tötung der Tiere durch Privatpersonen.

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