Älter als Dinosaurier: Quallen sind erstaunlich faszinierend | Weather.com
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Älter als Dinosaurier: Quallen sind erstaunlich faszinierend

In Florida stehen Quallen in einem ungewöhnlichen Museum ganz allein im Rampenlicht. Die Tiere sind uralt - und erstaunlich faszinierend.

Quallen im Jellyfish Museum in Florida (AP Photo/Lynne Sladky)
Quallen im Jellyfish Museum in Florida
(AP Photo/Lynne Sladky)

Im abgedunkelten Raum schweben Tentakel durch leuchtende Salzwasserbecken, Quallen pulsieren und wirbeln in beinahe hypnotischen Bewegungen umher. An den Wänden flimmern Projektionen. Im Jellyfish Museum in Pompano Beach im US-Bundesstaat Florida dreht sich alles um die eindrucksvollen Meeresbewohner.

Das privat betriebene Museum nördlich von Fort Lauderdale gilt nach Angaben der Stadt und seiner Gründer als erstes Museum in den USA, das ausschließlich Quallen gewidmet ist - und als eines von nur wenigen weltweit. Auf knapp 900 Quadratmetern können rund 20 verschiedene Arten gezeigt werden. 21 Becken bieten Platz etwa für Ohrenquallen, Japanische Kompassquallen und sogenannte Mangrovenquallen, die auch in den Sümpfen Floridas vorkommen.

Älter als Dinosaurier und Bäume

Quallen bevölkern die Ozeane der Erde seit mehr als 500 Millionen Jahren. Damit gab es sie bereits vor den Dinosauriern - und sogar vor den ersten Bäumen. Sie besitzen weder Herz noch Gehirn und bestehen größtenteils aus Wasser. Statt eines Gehirns verfügen sie über ein einfaches Nervennetz, mit dem sie auf ihre Umgebung reagieren können. Gerade ihre pulsierenden Bewegungen machen für die Museumsgründer einen Teil ihrer Faszination aus.

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Hinter dem Museum stehen Alex und Yana Yanovsky, die zuvor in der Ukraine erfolgreiche Aquarien aufgebaut hatten, darunter ein Quallenmuseum in Kiew. Nach dem russischen Einmarsch 2022 floh das Paar aus dem Land und ließ die Einrichtungen zurück, wie Betriebsleiterin Jessica Eisenbarth sagte. In Florida wollten die beiden ihre Leidenschaft für die Meerestiere weitergeben. Das im Frühjahr eröffnete Museum ist ihr erstes derartiges Projekt seit ihrer Einwanderung in die USA.

Von der Bankfiliale zum Quallenreich

Die Räume dienten früher einer Bankfiliale. Mit Unterstützung von rund 100.000 Dollar aus einem städtischen Förderprogramm entstand daraus eine bewusst ruhig gestaltete Unterwasserwelt. "Quallen sind cool", sagt Monty Graham, Direktor des Smithsonian Environmental Research Center. Viele Menschen bekämen die Tiere sonst kaum aus der Nähe zu sehen, wenn sie nicht gerade tauchten.

Die Idee zu einem eigenen Museum kam Yana Yanovsky, nachdem sie beobachtet hatte, wie beliebt Quallen in den anderen Aquarien des Paars waren. Sie bezeichnet sie als einige der widerstandsfähigsten Lebewesen der Erde. Ihre Bewegungen seien "faszinierend, fast meditativ". Zugleich spielten die Tiere eine wichtige Rolle in den Ökosystemen der Meere.

Die Besucher sollen deshalb nicht nur staunen. Museumsführer erklären ihnen auch die Bedeutung der Quallen für die Meere und ihren Schutz. Bislang seien rund 4.000 verschiedene Arten bekannt, die als Quallen bezeichnet werden könnten, sagt Museumsleiterin Iryna Pelypkanych. Wer das Museum verlässt, soll vor allem eines mitnehmen: ein bisschen mehr Wissen über die geheimnisvollen schwebenden Bewohner der Meere.

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