Warum ein Luchs aus Bayern in Sachsen ausgewildert wurde | Weather.com
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Warum ein Luchs aus Bayern in Sachsen ausgewildert wurde

Die junge Luchskatze Mia verstärkt ab sofort die kleine Luchs-Population im Erzgebirge. Was sie so besonders macht? Ihre Herkunft aus Deutschlands Süden.

Mia auf dem Weg in ihre neue Heimat. Die Luchskatze aus Bayern soll die Population in Sachsen verstärken.
(Burkhard Lehmann/Archiv Naturschutz LfULG/dpa)

Die Luchs-Population im Westerzgebirge bekommt weiteren Zuwachs: Mit der jungen Luchskatze Mia ist nun bereits das dritte Tier in diesem Jahr im Rahmen des Projekts „Relynx Sachsen“ ausgewildert worden. Mit der jungen Luchskatze steigt die Zahl der seit 2024 in Sachsen ausgewilderten Luchse nun auf zehn.

Mia stammt aus dem Tierfreigelände des Nationalparkzentrums Falkenstein in Bayern. Dort war sie im vergangenen Jahr geboren worden. In dem großen naturnahen Freigehege behalten die Tiere ihre natürliche Scheu vor Menschen. Genau das gilt als wichtige Voraussetzung für eine spätere Auswilderung.

Wichtiger Beitrag zum Erhalt der Tierart

„Dass es in Sachsen ein geeignetes Auswilderungsprojekt gibt und wir ein Tier haben, das allen Anforderungen des Expertennetzwerks Linking Lynx entspricht, freut uns sehr. Wenn wir Luchse in die Natur entlassen können, sind es immer ganz besondere Augenblicke“, sagt Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald. Damit werde zugleich ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Tierart geleistet.

Für die weitere Entwicklung des Luchsbestandes im Erzgebirge ist Mia von besonderer Bedeutung. Das betont auch Heinz Bernd Bettig, Präsident des Landesumweltamtes Sachsen. „Besonders erfreulich ist, dass in diesem Jahr in Sachsen zwei Weibchen aus dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für den Karpatenluchs ausgewildert werden konnten. Sie sind für die weitere Entwicklung der Population von zentraler Bedeutung.“

Mia bringt bayerische Gene nach Sachsen

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Hintergrund ist, dass die Population nur dann auf natürliche Weise wachsen kann, wenn sich die Tiere erfolgreich fortpflanzen. Zudem bringt Mia nach Angaben des Landesamtes neue Gene mit, die in der sächsischen Luchspopulation bislang nicht vorhanden sind. Das könne langfristig die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit des kleinen Bestandes stärken.

Das Projektteam von „Relynx Sachsen“ hofft nun, dass sich Mia ebenso wie die anderen neu ausgewilderten Luchse dauerhaft im Erzgebirge etabliert. Ziel ist, dass sich die Tiere möglichst im Umfeld bereits sesshafter Luchse ansiedeln, um eine dauerhafte Population zu etablieren.

Halsband löst sich nach einem Jahr

Vor ihrer Freilassung wurde Mia wie alle Tiere des Projekts mit einem GPS-Halsbandsender ausgestattet. Die Halsbänder liefern regelmäßig Ortungsdaten und helfen dabei, Aufenthaltsorte der Tiere und mögliche Begegnungen zu dokumentieren.

Nach etwa einem Jahr lösen sich die Sender automatisch. Danach läuft die Beobachtung der Tiere weitgehend über Wildkameras.

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