Sicher durch den Umweltzonen-Dschungel: So sparen Sie sich das Bußgeld im Ausland | The Weather Channel
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Sicher durch den Umweltzonen-Dschungel: So sparen Sie sich das Bußgeld im Ausland

Die Stick'AIR Umweltplaketten in der Schweiz
(Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa )

Nicht nur in Deutschland dürfen Kraftfahrzeuge mit besonders hohen Emissionswerten in manchen Städten oder Stadtvierteln nicht mehr fahren. Auch in anderen europäischen Ländern werden aus Gründen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes immer mehr Zufahrtsbeschränkungen eingerichtet. Zuletzt hat beispielsweise Belgien mit Jahresbeginn ältere Dieselfahrzeuge aus seinen größten Städten verbannt.

Es können empfindliche Bußgelder verhängt werden

Ob Hamburg, Berlin, Darmstadt oder Stuttgart – in immer mehr Innenstädten in Deutschland müssen Autofahrer Fahrverbotszonen beachten. Diese betreffen in erster Linie Dieselfahrzeuge: Entsprechen sie nicht gewissen Abgasnormen, dürfen sie in einigen Bereichen mancher Städte nicht mehr fahren. Solche Fahrverbote, mit denen die Luftreinheit zugunsten von Umwelt und Gesundheit verbessert werden soll, gibt es nicht nur in Deutschland – auch in anderen europäischen Ländern sind immer mehr Zufahrtsbeschränkungen vorgeschrieben.

„Bei Missachtung können zum Teil empfindliche Bußgelder verhängt werden“, sagt Christian Hieff vom ADAC Hansa e.V. Auch deshalb sollten Autofahrer stets über die relevanten Bestimmungen in ihrem Zielland auf dem Laufenden sein. Das ist jedoch nicht so einfach, denn die Regeln unterscheiden sich nicht nur von Land zu Land, sondern zum Teil auch von Stadt zu Stadt.

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Wer mit dem Auto ins europäische Ausland fahren will, sollte sich daher zunächst über alle geltenden Regeln informieren. Ein Überblick über die Bestimmungen bei unseren unmittelbaren Nachbarn:

Belgien

In Brüssel und Antwerpen wurden die Bestimmungen für die Fahrt in die Städte am 1. Januar 2020 verschärft, auch Gent hat nun eine Umweltzone. Dieselfahrzeuge der Emissionsklassen Euro 0 bis 4 haben in Antwerpen und Gent keine Zufahrt mehr, in Brüssel sind Diesel bis Klasse Euro 3 betroffen. Auch ältere Benziner der Klassen 0 und 1 dürfen in den drei Städten nicht mehr fahren. Ausländische Fahrer müssen ihr Kennzeichen vor Einfahrt in die Umweltzonen in jedem Fall registrieren lassen. Bei Versäumnis drohen 150 Euro Bußgeld. Bei Einfahrt mit einem Fahrzeug, das die Kriterien nicht erfüllt, sind es sogar 350 Euro.

Dänemark

Mit Hilfe von Umweltzonen werden Diesel-Busse und -Lastwagen mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen aus mehreren Vierteln der dänischen Hauptstadt Kopenhagen verbannt. „Wohnmobile, die diese Gewichtsgrenze überschreiten, sind jedoch nicht betroffen, sofern sie zur Personenbeförderung mit bis zu 8 Sitzplätzen plus Fahrersitz zugelassen sind“, sagt Christian Hieff vom ADAC Hansa.

Frankreich

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Im Großraum Paris dürfen Benziner der Klassen Euro 0 und 1 sowie Diesel der Klassen Euro 0 bis 2 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 20 Uhr nicht bewegt werden. In der Innenstadt sind auch Diesel der Klasse Euro 3 verboten. In anderen Teilen Frankreichs treten Umweltzonen bisher nur temporär in Kraft, wenn die Luftverschmutzung bestimmte Werte erreicht. 15 Städte planen 2020 jedoch die Einrichtung von dauerhaften Umweltzonen. Für das Einfahren in die Umweltzonen benötigen Fahrzeuge aller Art die kostenpflichtige Umweltplakette CRIT'Air.

Niederlande

Die Umweltzone in Utrecht betrifft Diesel-Pkw der Emissionsklassen Euro 0 bis 2. Bis 1. Januar 2020 galt das auch in Rotterdam, allerdings hat die Stadt ihre Zufahrtsbeschränkungen gelockert – sie gelten nun nur noch für Diesel-Laster. Arnheim sperrt alle Pkw mit Dieselmotor aus, die vor 2005 zugelassen wurden. In Amsterdam dürfen schon heute keine Wohnmobile der Klasse N1 mit Erstzulassung vor 2000 sowie keine Mopeds mit Erstzulassung vor 2011 bewegt werden.

Ab November 2020 kommen dieselbetriebene Personenwagen und Kleintransporter der Klassen Euro 0 bis 3 dazu. In einigen weiteren niederländischen Gemeinden gibt es bisher nur Zufahrtsbeschränkungen für Lastwagen. "Die Regelungen dürfen seitens der Gemeinden aber ab 2020 auch auf Diesel-Pkw ausgeweitet werden", sagt ADAC-Experte Hieff. Eine solche Maßnahme ist etwa in Maastricht geplant.

Österreich

In großen Teilen der Alpenrepublik gelten Verkehrsbeschränkungen, etwa in Wien, im Burgenland, in vielen Gebieten der Steiermark sowie in einigen östlichen Bereichen von Niederösterreich. Sie betreffen Lastwagen der Klasse N. Fahrverbote gelten für Pkw mit den Emissionsklassen Euro 0 bis 2.

Ab Klasse 3 ist eine Abgasplakette Pflicht, die deutsche Fahrer bei Vorlage des Fahrzeugscheins bei vielen Werkstätten, Kfz-Prüfstellen und vielen Niederlassungen des Österreichischen Automobil-, Motorrad- und Touringclubs (ÖAMTC) erhalten können.

Tschechische Republik

Hier dürfen Lastwagen über 3,5 Tonnen nicht in das Innere der Hauptstadt Prag fahren. Wohnmobile sind von der Beschränkung nicht betroffen.

Über Zufahrtsbeschränkungen in weiteren europäischen Ländern sowie über City-Maut-Regelungen, die in vielen größeren Städten gelten, finden Sie hier mehr Informationen des ADAC.

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