Aus-Zeit für Stromfresser: So sparen Sie im Sommer Energie | Weather.com
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Aus-Zeit für Stromfresser: So sparen Sie im Sommer Energie

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Einfacher geht es nicht: Mit Wäsche auf der Leine trocknen lässt sich viel Energie sparen.
(IMAGO / Shotshop)

Der wichtigste Tipp, den Marianne Wolff für den Sommer hat: Einfach mal abschalten! Die Umweltreferentin ist Projektleiterin beim VerbraucherService Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB) e.V. und berät regelmäßig zu Umwelt- und Energiethemen.

Heizungspumpe in Sommerpause schicken

„Einiges, das man im Winter braucht, ist bei warmen Temperaturen nicht nötig – etwa das Heizen. In dem Zusammenhang kann auch die Heizungspumpe mindestens in den Sommerbetrieb gehen, meist aber auch komplett ausgeschalten werden, da die strombetriebene Pumpe auch weiterläuft, wenn ihre Arbeit nicht benötigt wird“, sagt sie. „Selbst die Zirkulationspumpe für Warmwasser kann man grundsätzlich abstellen und entweder mit einer Zeitschaltuhr versehen und immer zur selben Zeit warm duschen oder einfach einen Moment warten bis warmes Wasser kommt.“

Leine statt Trockner

Ebenfalls in die Sommerpause sollte der Trockner geschickt werden. „Trocknen Sie die Wäsche lieber auf Balkon, Terrasse oder im Garten. Oder auch am offenen Fenster“, sagt Wolff. Am liebsten auf Aus lassen, würde die Umweltberaterin auch Klimaanlagen. „Diese brauchen sehr viel Energie und einen richtig guten Effekt hat man nur, wenn die warme Luft nach draußen geleitet werden kann. Das ist meist bautechnisch schon gar nicht möglich und mit vielen Kosten verbunden“, sagt sie. „Wenn man sich obendrein überlegt, wie viele Tage es bei uns wirklich extrem heiß ist, sollte man sich lieber mit kühlen Getränken behelfen“, so die Umweltexpertin. Helfen könne auch ein Ventilator. Dieser erzeugt Erfrischung durch die Luftbewegung und verbraucht viel weniger Strom als eine Klimaanlage.

Stoßlüften morgens und abends

Um die Wohnung ohne elektrische Hilfe kühl zu halten, ist es hilfreich die Fenster nur morgens und abends zum Stoßlüften zu öffnen. „Die Räume sollten so dunkel wie möglich gehalten werden, damit man sich die Wärme nicht reinholt und bei Sonneneinstrahlung beispielsweise Rollos oder Vorhänge zugezogen werden“, sagt Wolff.

Kühl- und Gefrierschrank möglichst voll machen

Im Sommer mag es auch der Kühlschrank möglichst kühl. „Ein Kühlschrank in einer warmen Küche, auf den womöglich noch die Sonne scheint, braucht viel Strom“, sagt Wolff. „Daher sollte man darauf achten, dass der Kühlschrank ein schattiges Plätzchen hat.“ Bei den inneren Temperaturen reichen für den Kühlschrank 7°C und den Gefrierschrank -18 °C aus – daran sollte auch im Sommer nicht gedreht werden. „Besonders im Sommer sollte man den Kühl- und Gefrierschrank möglichst kurz öffnen“, sagt die Umweltreferentin. „Am besten schon vorher überlegen, was ich brauche, denn wenn die Türen lange offen sind, gelangt warme Luft in den Schrank, die wieder runtergekühlt werden muss.“ Der Effekt wird kleiner je voller der Kühl- oder Gefrierschrank ist, da er weniger mit Luft gefüllt ist. „Daher sollte jeder schauen, welches die richtige Gerätegröße für ihn ist“, rät Wolff. „Außerdem ist es gut, regelmäßig die Dichtungen zu überprüfen. Wenn das Gefrierfach unregelmäßig vereist, schließt der Eisschrank oft nicht richtig.“

Wer einen Partykühlschrank im Keller anschließt, um situativ Getränke und Speisen zu kühlen, der sollte diesen nach Ende der Feier schnell wieder ausschalten. „Oft sind diese Geräte alt und verbrauchen viel Strom. Im Keller geraten sie dann schnell aus dem Blick“, warnt Wolff. Bei Neuanschaffungen sollte besonders auf die Effizienzklasse geachtet werden.

Geräte mit in den Urlaub schicken

Da Sommerzeit für viele auch Reisezeit ist, rät die Umweltreferentin, einige Geräte gleich mit in den Urlaub zu schicken. „Überlegen Sie vor Ihrer Reise welche Geräte sie komplett ausschalten können. Gehen Sie dazu mal durch Ihre dunkle Wohnung und schauen, wo es überall leuchtet.“ Auch der Kühl- und Gefrierschrank kann ausgeschalten werden – dann natürlich ausgeräumt und mit offener Tür, damit sich kein Schimmer bildet. „Maßnahmen wie ,Stecker raus‘ haben auch den Vorteil, dass es bei Gewitter zu keinen Überspannungsschäden kommen kann“, sagt Wolff.

Sonne als Energiequelle nutzen

Viele kleine Geräte wie Dekoartikel, Beleuchtung oder kleine Brunnen werden mittlerweile mit Solarzellen betrieben. „Das kann man vor allem schön im Garten nutzen“, so die Expertin. Ein weiterer Vorteil: Die Geräte gehen dann nach Sonnenuntergang langsam aus. Das reduziert die Lichtverschmutzung und die Störung von Tieren, Pflanzen und gegebenenfalls auch der Nachbarn.

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