Überraschend: Bäume können Luftqualität in Städten verschlechtern | Weather.com
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Überraschende Studie: Bäume können die Luftqualität in Städten verschlechtern

Die ikonische Central Park in New York.
Der ikonische Central Park in Manhattan
(GettyImages)

Neben der Entsiegelung von Flächen setzen Städte vor allem auf die Aufforstung und Begrünung von urbanen Gebieten als Maßnahme zur Klimaanpassung. So werden etwa in New York City alljährlich Zehntausende neuer Bäume gepflanzt. Schon jetzt bedecken Pflanzen rund ein Fünftel der Stadtfläche. Der ehrgeizige Plan: Der Baumbestand soll bis zum Jahr 2035 von 22 auf 30 Prozent erhöht werden. Dabei liegen die Vorteile scheinbar auf der Hand: Die Bäume bieten Schatten, sorgen für Kühlung, bieten kleinen Tieren Schutz und Lebensraum, steigern das Wohlbefinden und absorbieren Kohlenstoff aus der Luft.

W​enn Bäume das Gegenteil bewirken

Dass die Aufforstung auch einen negativen Aspekt haben könnte, mit dieser überraschenden Erkenntnis wartet nun eine Studie des Columbia Climate School’s Lamont Doherty Earth Observatory und anderer Institutionen auf: Demnach kann die Aufforstung gewisser Baumarten die Luftqualität negativ beeinflussen.

Die Studie wurde unlängst im Fachmagazin Environmental Science & Technology veröffentlicht.

B​äume können Isopren freisetzen

Konkret handelt es sich um Eichen und den Amerikanischen Amberbaum. Diese beiden Baumarten, die in New York City am häufigsten vorkommen, können Isopren freisetzen. Dabei handelt es sich um eine chemische Substanz, die mit umweltschädlichen Gasen in der Luft reagiert und Ozon erzeugen kann.

In New York City, wo die Luftverschmutzung sehr hoch ist, kann dies zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen seiner Bewohner führen, wie Asthma und chronischer Bronchitis.

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Sollte die Aufforstung dieser Baumarten weiter voranschreiten, so würde die Isopren Produktion in Manhattan in den kommenden Jahrzehnten um 140 Prozent steigen und die Ozonwerte um rund 30 Prozent.

Das Parks Department von New York City hat die Pflanzung neuer Eichen allerdings bereits zugunsten eines diverser aufgestellen Baum-Mixes überarbeitet. Eichen hätten jedoch nach wie vor ihre Daseinsberechtigung in New York City und böten nach wie vor viele Vorteile.

"​Bäume bringen viel Gutes"

Den Forschenden ist es wichtig zu betonen, dass nicht die Bäume das Problem sind, sondern die hohe Luftverschmutzung.

"Wir sind alle dafür, mehr Bäume zu pflanzen. Sie bringen viel Gutes mit sich", betont Róisín Commane, Atmosphärenchemikerin am Lamont-Doherty Earth Observatory der Columbia Climate School. "Aber wenn wir nicht vorsichtig sind, könnten wir die Luftqualität verschlechtern".

N​icht die Bäume sind das eigentliche Problem

Das eigentliche Problem, so die Forschenden der Studie, seien nicht die Isoprene, sondern der hohe Anteil an Stickoxiden (NOx), mit denen sie reagierten. Diese stammen aus der Verbrennung fossiler Stoffe von Fahrzeugen, Gebäuden und der Industrie.

"Wenn wir NOx deutlich reduzieren würden, wären Bäume kein Problem", erklärt der Hauptautor der Studie, Dr. Dandan Wei. Wir wollen nicht den Eindruck erwecken, dass Bäume die Luft verschmutzen. Es sind die Autos.“

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