Rekord: EU zieht 47 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien | Weather.com
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Rekord: EU zieht 47 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien

03.07.2018, Brandenburg, Sieversdorf: Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim (Luftaufnahme mit einer Drohne). (Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)
Eine Photovoltaikanlage auf einem Eigenheim (Luftaufnahme mit einer Drohne)
(Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Inzwischen stammen 47 Prozent der Elektrizität in der Europäischen Union aus Solarenergie und anderen erneuerbaren Energien. Einem Bericht vom Donnerstag zufolge werden fast drei Viertel des Stroms in der EU ohne den Ausstoß von Treibhausgasen erzeugt. Dazu zählen 24 Prozent des Stroms, den die EU aus der Kernenergie zieht, heißt es in dem Bericht der Denkfabrik Ember. "Fossile Brennstoffe verlieren ihren Einfluss auf die Energieversorgung der EU", sagte Chris Rosslowe, Energieexperte bei Ember.

Solarenergie überholt Kohle, Windenergie Gas

Im Jahr 2024 erzeugte Solarenergie elf Prozent des EU-Stroms und überholte damit die Kohle, die erstmals unter zehn Prozent fiel. Saubere Windenergie erzeugte das zweite Jahr in Folge mehr Strom als Gas. Durch die Umstellung auf erneuerbare Energien konnte Europa seit 2019 Importe fossiler Brennstoffe für die Stromerzeugung im Wert von umgerechnet rund 58,6 Milliarden Euro vermeiden.

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Ein Grund dafür, dass die Energiewende in Europa voranschreitet, ist der Green Deal, der 2019 verabschiedet wurde. Infolge der Vereinbarung hat die EU ihre Ziele ehrgeiziger gestaltet und will bis zum Ende des Jahrzehnts 55 Prozent der Emissionen einsparen und Europa bis 2050 klimaneutral machen.

Klimaschutz: N​ach USA-Ausstieg wird Europas Führungsrolle wichtiger

Nachdem US-Präsident Donald Trump den Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen erneut festgelegt hat, werde die EU als Vorreiter im Bereich erneuerbarer Energien umso wichtiger, sagte Rosslowe. "Es geht darum, die europäische Energieunabhängigkeit zu erhöhen und eine Führungsrolle beim Klimaschutz zu übernehmen." Am Dienstag hatte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gesagt: "Europa wird den Kurs beibehalten und weiterhin mit allen Nationen zusammenarbeiten, die die Natur schützen und die globale Erwärmung stoppen wollen."

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