Müll-Lawine in Cebu fordert 24 Tote | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Philippinen: 24 Tote nach Müll-Lawine in Cebu City

Eine Woche nach dem Unglück in Cebu City geben die Rettungskräfte nicht auf. Aber die Zahl der Toten steigt - und die Hoffnung schwindet.

09.01.2026, Philippinen, Cebu-Stadt: Angehörige und andere Personen warten auf Neuigkeiten, nachdem ein riesiger Müllberg in einer Mülltrennungsanlage zusammengebrochen ist. Foto: Jacqueline Hernandez/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Zwölf Menschen sind noch unter der Müllawine verschüttet – für sie gibt es kaum noch Hoffung
(Jacqueline Hernandez/AP/dpa)

Was ist in Cebu City passiert?

Eine Woche nach dem Unglück gibt es kaum noch Hoffnung, Überlebende unter den Abfallbergen zu finden. Am vergangenen Donnerstag hatte eine gewaltige Müll-Lawine auf einer offenen Deponie in Cebu City eine Recyclinganlage und mehrere angrenzende Wohnhäuser unter sich begraben. Cebu City liegt im Zentrum der Philippinen, rund 560 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Zuvor hatte tagelanger Dauerregen das Gelände aufgeweicht.

Wie viele Menschen sind betroffen?

Laut der örtlichen Feuerwehr ist die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 24 gestiegen. Zwölf Menschen werden weiterhin vermisst. 18 Überlebende werden mit verschiedenen Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Wie laufen die Rettungsarbeiten?

Trotz riskanter Bedingungen arbeiten die Rettungskräfte weiterhin unter Hochdruck. „Wir setzen alles daran, die Verschütteten zu bergen,“ sagte Dave Tumulak, Leiter der zuständigen Behörde. Große Mengen Müll und instabiler Untergrund erschweren den Einsatz.

Wer sind die Opfer der Müll-Lawine in Cebu?

Advertisement

Bei den Toten handelt es sich überwiegend um Mitarbeitende der Deponie und der Recyclinganlage. Auch mehrere Wohnhäuser wurden teilweise verschüttet. Bewohner dieser Gebäude befinden sich unter den Opfern.

Warum kam es zur Müll-Lawine in Cebu?

Die Philippinen stehen seit Jahren vor Herausforderungen bei der Abfallentsorgung. In vielen Regionen, besonders in ärmeren Gebieten, gelten offene Deponien als Risiko. Bereits im Jahr 2000 kam es nach starken Regenfällen in Quezon City zu einem ähnlichen Vorfall: Ein Müllberg stürzte ab, mehr als 200 Menschen starben.

Welche Rolle spielt die Infrastruktur?

Viele Deponien auf den Philippinen sind offen und nicht gesichert. Bei längerem Starkregen steigt die Gefahr, dass Müllrutsche entstehen. Behörden wiesen in der Vergangenheit wiederholt auf strukturelle Probleme bei der Mülllagerung hin.

Advertisement