Deutschland droht Wasserstress durch Grundwasserverlust | Weather.com
Advertisement
Advertisement

Studie warnt: Deutschland verliert massiv Grundwasser

Deutschland hat seit 2000 rund 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren. Experten fordern schnelles Handeln gegen Wasserstress.

Dramatischer Wasserverlust: Deutschland hat in den vergangenen 25 Jahren die unvorstellbare Menge von 60 Milliarden Kubikmeter Grundwasser verloren – das entspricht der gesamten Wassermenge des Bodensees. enthalten ist
(dpa)

Wie viel Wasser hat Deutschland verloren?

Deutschland droht Wasserstress durch Grundwasserverlust: Seit Beginn der 2000er Jahre hat Deutschland nach Angaben der Umweltorganisation Nabu rund 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren – so viel wie im gesamten Bodensee enthalten ist. Das geht aus einer gemeinsamen Untersuchung von Nabu und der Boston Consulting Group (BCG) hervor, die in Berlin vorgestellt wurde.

Welche Folgen hat der Wasserschwund?

Laut Studie könnten sich die volkswirtschaftlichen Schäden durch den Wasserverlust in den kommenden 25 Jahren auf 500 bis 625 Milliarden Euro summieren. Dem gegenüber stünden notwendige Investitionen von etwa 15 bis 20 Milliarden Euro, um gegenzusteuern.

Was sind die Ursachen für Wasserstress?

Zu den zentralen Problemen zählen versiegelte und verdichtete Böden in Siedlungs- und Verkehrsbereichen, die das Versickern von Regenwasser verhindern. Auch das Roden von Wäldern und entwässerte Flächen führen dazu, dass sich Grundwasserspeicher nicht mehr ausreichend füllen.

Wie stark ist die Landwirtschaft betroffen?

Der Wasserbedarf in der Landwirtschaft hat sich laut Studie zwischen 2020 und 2022 bereits verdoppelt. Die zunehmende Erderwärmung führt zudem häufiger zu extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen und Dürren, was die Lage weiter verschärft.

Welche Maßnahmen schlagen die Experten vor?

„Wasser ist eine strategische Ressource – vergleichbar mit Energie,“ sagte BCG-Experte und Studien-Mitautor Torsten Kurth. Man müsse stärker auf Wasserkreisläufe, die nationale Wasserbilanz und geeignete Indikatoren achten. Jetzt sei der Zeitpunkt für gezielte Investitionen gekommen, um den Wasserhaushalt langfristig zu stabilisieren.

Advertisement