El Niño und Sommerende: So beeinflusst das Tropenphänomen unser Wetter | Weather.com
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Wetterphänomen meldet sich zurück: El Nino räumt die Hitze ab

Keine 40 Grad, keine 35 Grad mehr – der heiße Sommer ist vorbei. Der Auslöser liegt Tausende Kilometer entfernt.

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Der heiße Sommer ist in Deutschland vorbei – und kommt dieses Jahr auch nicht wieder. Keine 40 Grad mehr, und auch 35 Grad scheinen nicht mehr aufzutreten, selbst nicht am Oberrhein. Aber woher kommt dieser Wetterwechsel? Tatsächlich hat es wohl in den Tropen angefangen.

Fernwirkungen von El Niño

Das Wetter auf der Welt ist ein großes System aus atmosphärischen Wellen. Ein Wellenberg in der Höhe bedeutet Hochdruck am Boden, ein Wellental in der Höhe ist nichts anderes als Tiefdruck am Boden.

Über die Halbkugeln ziehen die Wellen jeweils ihre Bahnen, und natürlich hängen die Wellen auf der jeweiligen Halbkugel miteinander zusammen. Wird eine Welle gestört, hat das stromabwärts in der Regel auch Konsequenzen. Genau hier kommt das Super-El-Niño ins Spiel.

Bisher hieß es eigentlich, dass El Niño einen Hitzeschub in der gesamten Atmosphäre auslöst. Doch jetzt bringt es uns ein nasses und kühles Augustende – zumindest indirekt.

Wie sich Druckgebiete verschieben

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Ein nachgewiesener Effekt von El Niño betrifft den Hochdruck in Nordamerika: Hier bildet sich sehr häufig ein Wellenberg über den Rocky Mountains aus, von der Wüste Nevadas bis hoch nach Kanada. Ein starkes El Niño ändert die Zirkulation im Pazifik und stärkt den pazifischen Jet – der Wellenberg über den Rockys wird dadurch nach Osten verschoben.

Genau damit wird auch eine Änderung des Wellenmusters über dem Nordatlantik angeschoben. Zwar gibt es dort weitere Störfaktoren, aber in diesem Fall hat der Impuls von El Niño ausgereicht, um auch bei uns die Druckgebiete zu verschieben – oder zumindest hat er diesen Prozess unterstützt. Damit ist El Niño nicht direkt für das „Ende des Sommers" verantwortlich, aber zumindest indirekt beteiligt.

Tropenphänomen MJO mischt beim Wetter mit

Im Übrigen sorgt in der letzten Augustwoche auch die Madden-Julian-Oszillation (MJO) für günstige Bedingungen für Westwinde über Europa. Auch hier ist das Tropensignal nicht der alleinige Auslöser unserer Wetterlage, stützt aber zusätzlich das nasse und kühle Wetter bei uns.

Erst im September könnte es wieder stabiler werden. Allerdings deuten neue Prognosen darauf hin, dass es doch bis Mitte September dauern könnte, ehe der Spätsommer zurückkehrt.

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