So wehren Wintersportregionen Besuchermassen ab | Weather.com
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So wehren Wintersportregionen Besuchermassen ab

09.01.2021, Nordrhein-Westfalen, Winterberg: Mit einem Absperrband der Polizei ist ein vˆllig zugeschneiter Parkplatz abgesperrt. Nach zum Teil chaotischen Zust‰nden in den Wintersportgebieten in der Eifel sowie dem Sauerland und dem Bergischen Land zum Jahreswechsel rechnen die Behˆrden an diesem Wochenende erneut mit einem Ansturm. Foto: Marcel Kusch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Nichts geht mehr im nordrheinwestfälischen Winterberge: Parkplätze sind von der Polizei abgesperrt, um den Besucherandrang auszubremsen.
(Marcel Kusch/dpa )

Erneute Besucheranströme in den Mittelgebirgen Niedersachsens sollen an diesem Wochenende mit unterschiedlichen Maßnahmen verhindert werden. "Wir werden die Kontrollen verstärken und werden dabei von der Bereitschaftspolizei unterstützt", kündigte Reiner Siemers, Sprecher der Polizei in Goslar an. Schwerpunkte sieht er dabei vor allem im Bereich von Torfhaus und Braunlage. Auf der Bundesstraße 4 von Bad Harzburg aus war es am vergangenen Wochenende zu kilometerlangen Staus und Sperrungen gekommen.

Rodelverbot in Holzminden in Niedersachsen

Weitere Maßnahmen wie Sperrungen von Zufahrten seien bisher nicht geplant, sagte der Goslarer Polizeisprecher. Mit einem strikteren Vorgehen sollen etwa im Solling Besucherströme verhindert werden. Als erster Landkreis in Niedersachsen hat Holzminden das Betreten vieler Rodelwiesen vorübergehend verboten.

Drastische Strafen - bis zu 25.000 Euro Bußgeld

Verstöße werden mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld geahndet, wie es in der seit Freitag geltenden Allgemeinverfügung heißt. Von dem Verbot bis zum 13. Januar betroffen sind demnach Bereiche des Höhenzuges Hochsolling, des Hils, des Iths sowie ein Stück des Köterberges.

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Das Winterwetter hatte zuletzt auch viele Ausflügler in den Höhenzug Deister bei Hannover gezogen. Ein Rodelverbot wie in Holzminden sei für die Region Hannover im Moment nicht in Planung, sagte Sprecherin Christina Kreutz. "Wir beobachten die Situation aber weiter."

Betretungsverbote in etlichen Skigebieten

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In anderen Bundesländern wappnen sich Wintersportregionen für einen neuen Ansturm. Für eine wachsende Zahl von Skigebieten im gesamten Hochsauerland, in Olpe sowie im Eifelort Hellenthal und im nordhessischen Willingen haben die Kommunen unter der Woche ein Betretungsverbot ausgesprochen oder bereiteten es vor. In Thüringen plante der Ilm-Kreis für das Wochenende verschärfte Kontrollen von Touristen. Nach der Ankündigung, den Wintersportort Oberhof für Tagesausflüge zu sperren, rechneten die Ordnungshüter mit großem Andrang auf andere beliebte Ausflugsziele im Thüringer Wald.

Reiterstaffel in Winterberg

In Winterberg in Nordrhein-Westfalen etwa werden nach Auskunft einer Polzieisprecherin eine Hundertschaft und eine Reiterstaffel darauf achten, dass die Corona-Hygieneregeln eingehalten und Straßensperren beachtet werden. Bei Missachtung von Betretungsverboten drohen Bußgelder. Skilifte, Rodelhänge und Parkplätze sind inzwischen von zahlreichen Wintersportgemeinden gesperrt worden. Viele Orte haben auch Zufahrtsstraßen zugemacht.

Perfektes Winterwetter

Neuschnee wird am Wochenende in vielen Regionen nicht erwartet, aber es wird kalt. An manchen Orten soll sich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch häufiger die Sonne zeigen.

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