Spahn appelliert: Großveranstaltungen absagen - Drohen Geisterspiele in der Bundesliga?
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Spahn rät: Großveranstaltungen absagen - Drohen Geisterspiele in der Bundesliga?

24.02.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Fußball: Bundesliga, 23. Spieltag, Eintracht Frankfurt - 1. FC Union Berlin, in der Commerzbank-Arena. Ein Linienrichter läuft beim Aufwärmtraining vor der leeren Frankfurter Fankurve auf dem Spielfeld. Foto: Uwe Anspach/dpa
Leere Ränge in der Frankfurter Fankurve beim Match Eintracht Frankfurt - 1. FC Union Berlin am 24. Februar. Wird es bald Geisterspiele wegen des Coronavirus' geben?
(Uwe Anspach/dpa)

Angesichts zunehmender Coronavirus-Infektionen in Deutschland empfiehlt Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen.

Zurzeit geschehe dies aus seiner Sicht immer noch zu zaghaft. „Angesichts der dynamischen Entwicklung der letzten Tage sollte das schnell geändert werden“, sagte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Von solchen Absagen betroffen könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte sein.

Ausbreitung verlangsamen

Spahn nannte als oberstes Ziel, die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verlangsamen. „Denn je langsamer sich das Virus verbreitet, desto besser kann unser Gesundheitssystem damit umgehen.“

Zum Thema Großveranstaltungen sagte Spahn: „Nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen ermuntere ich ausdrücklich, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bis auf weiteres abzusagen.“ Prinzipien für den Umgang mit kleineren Veranstaltungen habe das Robert Koch-Institut (RKI) entwickelt.

Über wirtschaftliche Folgen soll noch gesprochen werden

Über die Folgen für Bürger und Veranstalter sei er sich bewusst. „Wir werden in den nächsten Tagen darüber sprechen, wie wir mit den wirtschaftlichen Folgen umgehen.“ Klar sei aber, dass die Gesundheit vorgehe.

Schutz für ältere Mitbürger

Jeder Einzelne solle abwägen, „was Ihnen im eigenen Alltag so wichtig ist, dass Sie darauf in den nächsten zwei bis drei Monaten nicht verzichten wollen, sei es der Clubbesuch, die Geburtstagsfeier im familiären Kreis oder die Vereinssitzung“. Er vertraue darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesen Zeiten kluge Entscheidungen für sich und ihre Liebsten träfen. Geschützt würden vor allem „unsere älteren und chronisch kranken Mitbürger“.

Bundesliga soll weiterlaufen

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Die Fußball-Bundesliga will ihre Saison wie geplant bis Mitte Mai zu Ende bringen – ungeachtet möglicher Geisterspiele. „Nur so erhalten Clubs und DFL trotz schwieriger Umstände für die kommende Spielzeit Planungssicherheit“, sagte Geschäftsführer Christian Seifert laut einer Mitteilung der Deutschen Fußball Liga vom Sonntag. Auf- und Absteiger sowie die Teilnehmer für die internationalen Wettbewerbe müssten in beiden Spielklassen ermittelt werden.

847 Infektionen

Das Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich auch in Deutschland weiter aus. Beim RKI waren bis zum Sonntagmorgen 847 Infektionen erfasst. Das sind rund 50 Fälle mehr als am Vortag und mehr als zehnmal so viele wie noch eine Woche zuvor. Die weitaus meisten Fälle bundesweit verzeichnet weiterhin Nordrhein-Westfalen vor Baden-Württemberg und Bayern.

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