5 Fehler: So ruinieren Sie Ihre Haut im Winter | Weather.com
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Winter und Haut: Warum Kälte der Haut schadet – und was wirklich hilft

Kalte Luft, Wind und Heizung trocknen die Haut im Winter stark aus. Dermatologen erklären, wie Sie Ihre Haut jetzt richtig schützen.

Hautpflege ist im Winter besonders wichtig, weil die Haut – auch die von Männern – in dieser Jahreszeit besonders viel Feuchtigkeit verliert
(GettyImages)

Die Haut verliert im Winter deutlich mehr Feuchtigkeit. Und reagiert darauf meist mit Trockenheit, Spannungsgefühl und Rötungen. Die Gründe: Kalte Luft kann nur wenig Wasser speichern und trockene Heizungsluft entzieht zusätzlich Feuchtigkeit. Gleichzeitig wird der natürliche Talgfluss ab etwa 8 Grad deutlich reduziert. Die Folge: Die Hautbarriere wird durchlässiger – Schadstoffe, Bakterien und Allergene können leichter eindringen. „Im Winter nimmt die Lipidproduktion der Haut ab, was den Schutzfilm schwächt und zu Feuchtigkeitsverlust führt“, erklärt Dr. Yael Adler, Hautärztin und Buchautorin.

Wie erkennt man, dass die Haut unter der Kälte leidet?

Typische Anzeichen für trockene oder gereizte Haut im Winter sind:

  • Spannungsgefühle
  • feine Schüppchen
  • Juckreiz
  • Rötungen oder kleine Risse

Am stärksten betroffen sind Gesicht, Lippen und Hände, da sie der Kälte direkt ausgesetzt sind. Menschen mit empfindlicher Haut oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis reagieren besonders sensibel auf das Winterklima.

Welche Pflege hilft gegen Trockenheit und Falten im Winter?

1. Reichhaltige Cremes statt leichter Lotionen verwenden: Im Winter benötigt die Haut mehr Fett, um die fehlende Talgproduktion auszugleichen. Wasser-in-Öl-Emulsionen bilden einen schützenden Film. Inhaltsstoffe wie Sheabutter, Panthenol, Ceramide oder Urea helfen, die Hautbarriere zu stärken. „Im Winter ist es sinnvoll, fettreichere Cremes zu verwenden, die den Wasserverlust der Haut verhindern“, sagt Prof. Dr. Eckart Haneke, Dermatologe an der Universität Freiburg.

2. Nicht zu heiß duschen – und direkt danach pflegen: Heißes Wasser greift die Hautschutzbarriere an. Lauwarmes Wasser unter 38 Grad hingegen ist hautschonender. Nach dem Abtrocknen sollte sofort eine Pflegecreme aufgetragen werden, um die Feuchtigkeit in der Haut zu binden.

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3. Lippen besonders schützen: Die Lippen besitzen keine Talgdrüsen und trocknen daher besonders schnell aus. Fettbasierte Lippenpflege ohne Menthol, Kampfer oder Alkohol schützt zuverlässig. Das Befeuchten mit der Zunge verschlimmert Trockenheit zusätzlich. Das ist auch eine wichtige Information für Männer, die Lippenpflege oft als unnötig betrachten.

4. Hände regelmäßig pflegen: Kalte Luft, Händewaschen und Desinfektion belasten die Haut. Rückfettende Handcremes mit Glycerin, Lanolin oder Panthenol stärken die Hautbarriere. Baumwollhandschuhe über Nacht intensivieren die Pflegewirkung.

5. UV-Schutz nicht vergessen – auch im Winter: Selbst bei Wolken oder Schnee ist die UV-Strahlung aktiv. Im Gebirge reflektiert Schnee bis zu 80 Prozent der UV-Strahlen. Daher ist auch im Winter ein Sonnenschutz mit LSF 30 oder höher ratsam. „UV-Strahlen beschleunigen die Hautalterung – auch im Winter. Sonnenschutz ist das ganze Jahr über wichtig“, betont Dr. Patricia Ogilvie, Dermatologin aus München.

Welche Rolle spielt die Raumluft im Winter?

Heizungsluft senkt die Luftfeuchtigkeit oft auf unter 30 Prozent. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt jedoch deutlich höher und zwar bei 40 bis 60 Prozent. Folgende Maßnahmen verbessern das Raumklima: Luftbefeuchter oder feuchte Tücher auf Heizkörpern, Zimmerpflanzen mit hoher Wasserabgabe (wie Papyrus oder Zyperngras) sowie regelmäßiges Stoßlüften, um trockene Innenluft auszutauschen.

Kann man die Haut zusätzlich von innen unterstützen?

Nicht nur äußere Pflege, auch Ernährung und Lebensstil beeinflussen die Hautgesundheit in der kalten Jahreszeit. Eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern unterstützt die Hautfeuchtigkeit – auch wenn das Durstgefühl im Winter oft geringer ist. Omega-3-Fettsäuren sowie die Vitamine A, C und E wirken entzündungshemmend und stärken die Hautbarriere. Ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin kann die Haut zusätzlich entlasten, da beides die Durchblutung mindert und den Feuchtigkeitshaushalt negativ beeinflusst.

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