Stromfresser ausschalten! So sparen Sie Energie im Alltag | The Weather Channel
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Stromfresser ausschalten! So sparen Sie Energie im Alltag

Electrometer is measuring power consumption. Coins in foreground. Expensive electricity concept. 3D rendered illustration.

Das moderne Leben mit all seinen Annehmlichkeiten ist bequem – doch auch sehr energieaufwändig und damit schlecht für Klima und Geldbeutel. Dabei kann jeder einzelne Haushalt dazu beitragen, die Gesellschaft als Ganzes energiesparender zu gestalten.

Immerhin wird ein Viertel der Endenergie laut Angaben des Umweltbundesamtes für Heizung, Licht und die vielen elektrischen Geräte in den eigenen vier Wänden verbraucht. Unser Überblick zeigt, an welchen Stellschrauben man drehen kann, um im täglichen Leben Energie zu sparen.

Vorsicht: Energiefresser!

In nahezu jedem Haushalt gehören die sogenannten Weißgeräte zu den intensivsten Energieverbrauchern: Kühlschrank und Gefriertruhe laufen im Dauerbetrieb, in größeren Familien trifft das zumindest gefühlt auch auf Waschmaschine und gegebenenfalls Trockner zu. Wer ältere Modelle gegen energieeffizientere Neugeräte austauscht, kann Energie und Geld sparen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg verbraucht ein Kühlgerät der Effizienzklasse A+++ jährlich rund 60 Prozent weniger Strom als ein Gerät der Klasse A. Wasch- und Spülmaschinen der Klasse A+++ verbrauchen gegenüber A rund 30 Prozent weniger. Vor dem Austausch eines intakten Gerätes sollte man jedoch den tatsächlichen Stromverbrauch ermitteln und vergleichen, ob eine Neuanschaffung sich wirklich lohnt. Bei den meisten Verbraucherzentralen kann man sich dafür kostenfrei ein Strommessgerät ausleihen.

Waschtemperatur reduzieren

Auch über einfache Änderungen eigener Nutzungsgewohnheiten kann man viel sparen. Ein Beispiel dafür ist die Temperatureinstellung der Waschmaschine. In den meisten Fällen reicht eine Wassertemperatur von 30 Grad vollkommen aus. "Moderne Waschmittel arbeiten mit Enzymen", erläutert Andrea Grimm, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Hamburg.

Um die Wäsche sauber zu bekommen, brauche die Wäsche daher keine hohen Wassertemperaturen, sondern vor allem Zeit, damit die Enzyme wirken können. Programme mit langen Laufzeiten und niedrigen Wassertemperaturen sparen bares Geld: "30 Grad statt 40 Grad Waschtemperatur spart fast die Hälfte an Energie", sagt Grimm.

Sparsam in die Röhre schauen

Auch der Fernseher gehört zu den Stromfressern, vor allem die seit einigen Jahren beliebten Großbildfernseher. Beim Kauf sollte man deshalb im Hinterkopf behalten, dass mit wachsender Bildschirmgröße auch der Energieverbrauch steigt. Neuere Geräte mit der Energieeffizienzklasse A++ sparen laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Vergleich zu Geräten der Klasse B rund 60 Prozent an Strom.

Als durchschnittlicher Fernsehzuschauer spart man damit bei einem 55-Zoll-Fernseher demnach etwa 40 Euro im Jahr. Übrigens: Fernseher und zahlreiche andere Geräte wie etwa Computer oder HiFi-Anlagen verbrauchen oft auch dann Energie, wenn sie gar nicht genutzt werden. Schuld daran ist die Standby-Funktion, in der das Gerät nicht vollständig abgeschaltet ist.

Abhilfe schaffen Netzschalter oder eine abschaltbare Steckdosenleiste. Bei Computern hilft es in den Energiemanagement-Einstellungen Parameter wie etwa die Laufzeit des Bildschirms anzupassen. Schaltet sich dieser beispielsweise nach acht Minuten Inaktivität auf Standby, spart das der Verbraucherzentrale Hamburg zufolge rund 60 Prozent des durch das Gerät verbrauchten Stroms ein.

Das richtige Heizen und Lüften

Wer es im Winter gemütlich warm haben will, der dreht dafür in der Regel am Thermostat des Heizkörpers. Dieser lässt allerdings entgegen der verbreiteten Annahme nicht mehr Wärme durch, je weiter man ihn aufdreht. "Das Thermostatventil ist kein Wasserhahn", erklärt Jörg Huber von der Verbraucherzentrale Hamburg. Stehe es nur ein Grad über der aktuellen Raumtemperatur, sei das Ventil bereits voll geöffnet. Stellt man es auf ein Grad darunter, schließe man es damit komplett.

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Ein kaltes Zimmer wird also nicht schneller warm, wenn man die Heizung auf Anschlag dreht. Stattdessen wird es insgesamt wärmer – und erreicht so meist eine unnötig hohe Temperatur.

Beim Lüften sollte man kurze Stoßlüftungen bei weit geöffneten Fenstern den über längere Zeit angekippten Fenstern vorziehen. Damit sorgt man für einen optimalen Luft- und Feuchteaustausch. Außerdem kühlt das Gebäude dann nicht aus, was beim Wiederherstellen der gewünschten Raumtemperatur unnötig viel Energie verbraucht. Bei jedem Lüften sollten die Thermostatventile außerdem geschlossen werden.

Strom sparen statt Licht sparen

In der Vergangenheit ließ sich in der eigenen Wohnung Strom sparen, indem man weniger Licht anmachte und weniger Lampen verwendete. Dank der Fortschritte in der Beleuchtungstechnik ist das heute anders: Allein durch die Verwendung bestimmter Leuchtmittel lässt sich der Stromverbrauch deutlich senken. Einer Beispielrechnung des BMWi zufolge lassen sich über eine Gesamtleuchtdauer von 10.000 Stunden immerhin rund 75 Euro sparen, wenn man statt einer Halogenlampe eine effiziente LED-Lampe verwendet.

Auch die häufig als "Energiesparlampen" bezeichneten Kompaktleuchtstofflampen sind sparsamer als herkömmliche Glühlampen: Laut Umweltbundesamt verbrauchen sie rund 80 Prozent weniger Strom. Demnach liefert eine Kompaktleuchtstofflampe mit 11 Watt fast die gleiche Lichtmenge wie eine herkömmliche Glühlampe mit 60 Watt.

Unterstützungsangebote zu energieeffizientem Wohnen bieten bundesweit telefonisch und persönlich die Energieberatungen der Verbraucherzentralen. Sie führen auch Energie- oder Heiz-Checks vor Ort durch.

Mehr Informationen finden sich bei der Verbraucherzentrale Hamburg und Verbraucherzentrale Energieberatung sowie unter der Telefonhotline 0800 – 809 802 400.

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