Winterchaos in USA: -45 Grad und Stromausfälle | Weather.com
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USA: Winterchaos trifft 180 Mio. Menschen – Stromausfälle, -45 Grad

Blitzeis, Schneemassen, Stromausfälle und extreme Kälte legen große Teile der USA lahm: 250.000 Menschen haben keinen Strom, .

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Kälte, eisiger Wind, gefrierender Regen, Schneemassen: Über die Hälfte der US-Bevölkerung ist nach Angaben des nationalen Wetterdienstes betroffen – das sind fast 180 Millionen Menschen. Am Wochenende wurden in mehreren Bundesstaaten der Notstand ausgerufen.

Wo ist die Lage besonders kritisch?

Am stärksten betroffen sind die Südstaaten Texas, Louisiana und Mississippi, wo am Samstag allein rund 140.000 Stromausfälle gemeldet wurden – davon über 58.000 in Louisiana und rund 50.000 in Texas, so die Plattform poweroutage.us. Am Sonntag stieg die Zahl der Haushalte ohne Strom landesweit auf mehr als 250.000.

In weiten Teilen des Landes herrschen lebensgefährliche Temperaturen. Laut nationalem Wetterdienst wurden in Teilen des Mittleren Westens und Nordens Tiefstwerte von bis zu -45 Grad Celsius gemessen. Die gefühlte Temperatur lag stellenweise sogar bei bis zu -50 Grad Celsius – insbesondere durch den eisigen Wind. Die Behörde warnte: „Eine der kältesten Wetterlagen der vergangenen Jahre. Wer rausgeht, riskiert Erfrierungen in Minuten.“

Was bedeutet das für die Menschen?

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Auch der Flugverkehr ist massiv betroffen. Laut der Flugverfolgungs-Website FlightAware wurden am Samstag und Sonntag zusammen mehr als 13.000 Flüge gestrichen. Die Luftfahrtanalysefirma Cirium spricht von der höchsten Zahl an Ausfällen an einem einzelnen Tag seit der Corona-Pandemie.

Am Will Rogers International Airport in Oklahoma City wurde am gesamten Wochenende kein einziger Flug abgefertigt. Auch an anderen wichtigen Drehkreuzen wie Dallas–Fort Worth, Chicago, Atlanta, Nashville und Charlotte kam es zu erheblichen Störungen. Am Ronald Reagan Washington National Airport waren bis Samstagabend fast alle Abflüge für Sonntag bereits gestrichen.

Wie reagieren Behörden und Regierung?

Präsident Donald Trump erklärte bis Samstag bereits in mindestens zwölf Bundesstaaten den Notstand. Weitere könnten folgen. Die FEMA (Federal Emergency Management Agency) hat in betroffenen Gebieten Hilfskräfte, Vorräte und Suchteams in Stellung gebracht. Heimatschutzministerin Kristi Noem appellierte an die Bevölkerung: „Wir bitten einfach alle, klug zu handeln – bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.“

Wie geht das Wetter weiter?

Der nationale Wetterdienst warnt davor, dass sich die eisigen Temperaturen über mehrere Tage halten könnten. In vielen Regionen wird es noch kälter und weitere Schneefälle sind möglich. Besonders gefährlich bleibt die Situation durch Blitzeis, vereiste Straßen und einsturzgefährdete Stromleitungen – mit weiteren Stromausfällen und Verkehrschaos ist zu rechnen.

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