Lawinenabgänge nach Sturm: 5 Wintersportler tot | Weather.com
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Lawinen reißen fünf Wintersportler in den Alpen in den Tod

Fünf Wintersportler sterben nach Lawinenabgängen in Frankreich und der Schweiz. Sturm „Nils“ verschärft die Lage mit Unwetterwarnungen und hoher Lawinengefahr in den Bergen.

Die Sturmbilanz fällt immer heftiger aus: Jetzt gibt es auch noch Lawinentote in Frankreich (Symbolbild)
(GettyImages)

Was ist passiert bei den Lawinenunglücken in den Alpen?

In den Alpen sterben insgesamt fünf Wintersportler nach zwei Lawinenabgängen in Frankreich und der Schweiz. In Frankreich kommen drei Skifahrer ums Leben. In der Schweiz sterben zwei Menschen bei einer Skiwanderung. Die Identität und Nationalität der Opfer wurden zunächst nicht bekannt.

Wie kam es zu den drei Toten in Frankreich bei Val d’Isère?

Die Verunglückten gehörten zu einer Gruppe von sechs Skifahrern, die in Begleitung eines Skilehrers abseits der Pisten unterwegs war. Die Gruppe geriet am Freitag in eine Lawine, drei Skifahrer starben. Nach Angaben des Wintersportorts Val d’Isère verfügte die Gruppe über die obligatorische Sicherheitsausrüstung, brach aber trotz einer Warnung vor erhöhter Lawinengefahr auf.

Warum war die Lage in Savoyen so angespannt?

Die Präfektur der Savoyen rief am Vortag zu allergrößter Vorsicht auf und mahnte, Sicherheitsempfehlungen zu beachten. Mehrere Straßen waren wegen Lawinengefahr gesperrt. Im Nachbarort Tignes galt in der Nacht auf Freitag sogar eine komplette Ausgangssperre – so hoch ist die Gefahr eingeschätzt worden.

Was ist in der Schweiz bei Airolo passiert?

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Nahe der Gemeinde Airolo wurden ebenfalls am Freitag drei Wintersportler bei einer Skiwanderung von einer Lawine erfasst, wie die Polizei des Kantons Tessin mitteilte. Zwei Menschen starben, eine Person bleibt unverletzt.

Welche Rolle spielt der aktuelle Sturm Nils?

In den vergangenen Tagen traf Sturm Nils den Südwesten Frankreichs und brachte Sturm, Regen und Schneefälle. In Frankreich und Spanien starben insgesamt vier Menschen. In 25 Departements gilt weiterhin die Unwetterwarnstufe orange oder rot, teilte der Wetterdienst Météo France mit. Örtlich kommt es zu Überschwemmungen und Verkehrsbehinderungen. 450.000 Menschen sind weiterhin ohne Strom, die Feuerwehr rückte zu 4.500 Einsätzen aus, 26 Menschen wurden verletzt. In Spanien stirbt eine 46-Jährige im Krankenhaus an den Folgen schwerer Verletzungen, die sie in Barcelona durch den Einsturz eines Dachs erlitten hatte. In den Bergen verschärfen die Schneefälle die Lage, die Behörden warnen ausdrücklich vor hoher Lawinengefahr.

Weiterer Lawinentoter in der Hohen Tatra

Abseits der Alpen gab es zudem ein weiteres Lawinenopfer in der Slowakei. In der Hohen Tatra wurde ein Bergsteiger von einer Schneelawine verschüttet. Der 32 Jahre alte Tscheche konnte zwar noch lebend aus den Schneemassen befreit werden, starb aber während des Hubschrauberflugs zum nächsten Krankenhaus.

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