Waldbrand in Tschernobyl ausgebrochen | Weather.com
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Waldbrand in Tschernobyl ausgebrochen

In der Sperrzone um das frühere AKW Tschernobyl wütet ein Waldbrand. Laut Ukraine sollen russische Drohnen das Feuer ausgelöst haben.

Warnschild mit Strahlensymbol steht im lichten Wald zwischen Bäumen und Laub.
Warnschild mit Strahlensymbol steht im lichten Wald zwischen Bäumen und Laub. (Symbolbild)
(GettyImage)

In der Sperrzone rund um das frühere Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine ist ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Nach Angaben der zuständigen Zonenverwaltung soll das Feuer durch den Einsatz zweier russischer Drohnen am Vortag entstanden sein. Die betroffene Brandfläche wird derzeit auf mehr als 1100 Hektar geschätzt.

Löscharbeiten durch Wetter und Minen erschwert

Die Brandbekämpfung gestaltet sich den Behörden zufolge schwierig. Anhaltend trockenes Wetter und starker Wind begünstigen die Ausbreitung der Flammen, zudem erschwert die Gefahr von Minen in dem Gebiet den Einsatz von Löschmannschaften und Technik. Das ukrainische Innenministerium teilte mit, dass die gemessene Strahlenbelastung am Freitagvormittag „im Normbereich“ gelegen habe.

Hintergrund: Katastrophe von 1986 in Tschernobyl

Die Sperrzone um Tschernobyl gehört zu den am stärksten radioaktiv kontaminierten Regionen Europas. Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im Reaktor des Atomkraftwerks außer Kontrolle geraten, es kam zum größten anzunehmenden Unfall (GAU). Radioaktive Wolken zogen in der Folge – abgeschwächt – bis nach Nord- und Westeuropa.

Kriegssituation erhöht Risiko in der Region

Russland führt seit mehr als vier Jahren einen umfassenden Angriffskrieg gegen die Ukraine. In diesem Zusammenhang kommt es immer wieder zu Kampfhandlungen und militärischen Aktivitäten auch in der Nähe sensibler Infrastrukturen.

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