Superzellen und Tornados: Extreme Unwetterlage in Urlaubsregionen | Weather.com
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Superzellen und Tornados drohen: Extreme Unwetter-Lage in Urlaubsregion

Von Valencia bis Florenz braut sich ein Unwetter-Extrem zusammen: Superzellen, Sturzfluten, sogar Tornados sind ab Donnerstag möglich. Nur eine dicke Staubschicht aus der Sahara steht noch zwischen den Urlaubsregionen und dem „Worst-Case-Szenario".

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Im westlichen Mittelmeer, von Valencia über Mallorca bis nach Florenz, droht ab Donnerstag eine schwere Unwetterlage. Es kann zu außergewöhnlich starken Gewittern kommen. Die Werte sind gerade vor Mallorca so extrem, dass man von einem „High-End"-Szenario sprechen muss. Einzig der Sahara-Staub kann das noch verhindern.

Hebung bei extremen Bedingungen

Im westlichen Mittelmeer bahnt sich ein „Worst-Case-Szenario" an. Eine extrem aufgeheizte, mit Wasser getränkte Luftmasse wird angehoben – man könnte auch sagen: regelrecht angezündet.

Ein atmosphärischer Trog zieht von Donnerstag bis Samstag von Südspanien bis nach Kroatien. Auf seiner Vorderseite hebt dieser Trog die Luftsäule an. In einer Gewitter-Luft, wie sie derzeit über dem Mittelmeer vorherrscht, bedeutet das eine tagelange Schwergewitterlage.

Superzellen, Multizellen und Tornados drohen

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Es drohen Multizellen, organisierte Gewitterlinien, Superzellen, Orkanböen, Wasserhosen und Tornados. Das stärkste Unwetter dürfte aber der Starkregen werden: Die Luftmasse über dem westlichen Mittelmeer weist einen tropischen Zustand auf – mit, Achtung, 50 bis 60 Litern Wasser in der Luft. Eine solche Luftmasse ist zu Sturzfluten und sintflutartigen Regenfällen fähig. Besonders an den Küsten Frankreichs und Italiens, aber auch auf den großen Mittelmeerinseln kann es zu extremen Wassermassen und Überflutungen kommen.

Von Donnerstag bis Samstag hält die Unwettergefahr an. Am wahrscheinlichsten trifft es Italien. Denn es ist noch etwas in der Luft.

Sahara-Staub deckelt die Gewitter

Es ist wieder massiv Sahara-Staub in der Luft – kein Wunder, denn irgendwo muss die heiße Luft ja herkommen. Diesmal ist es aber besonders viel Sahara-Staub, der zwischen Mallorca und Italien nach Norden geweht wird. In den Prognosen ist auch der Saharan Dust Layer (SDL) erkennbar, der stark dämpfend auf Gewitter wirkt. Der SDL legt sich wie ein Deckel in die Atmosphäre und unterbindet die Gewitterbildung so stark, dass selbst die Hebung durch den Trog nicht ausreicht. Er ist der Rettungsanker, der zwischen Valencia und Palermo die Gewittergefahr dämpft. Der Sahara-Staub unterdrückt übrigens schon seit Monaten auch die Hurrikane über dem Nordatlantik – die Sahara staubt in diesem Jahr die halbe Welt ein.

Weiter nördlich im Mittelmeer ist der Effekt deutlich schwächer, die Gewittergefahr entsprechend am höchsten. Im Übrigen ist der Sahara-Staub so dicht, dass zum Ende der Woche von Mallorca über Sardinien, Korsika und Sizilien bis Apulien eine Einfärbung des Himmels zu erwarten ist.

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