Schneebombe am Wochenende: Diese Großstädte trifft es am härtesten | The Weather Channel
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Schneebombe am Wochenende: Diese Großstädte trifft es am härtesten

Ab Samstagabend geht der Regen von Tief Tristan in Schneefall über. Bis Montagmorgen schneit es in der gesamten Mitte Deutschlands durchgehend. Zehn Bundesländer sind betroffen. Der Schneefall beginnt Samstagabend um 18 Uhr, ungefähr auf einer Linie vom Ruhrgebiet bis nach Leipzig. Dann beginnt das große Einschneien. Bis Sonntagabend weitet sich der Schneefall im Norden dann bis ins Emsland und nach Berlin, im Süden bis nach Bayern aus.

Schneeverwehungen sehr wahrscheinlich

Starker Dauerschneefall lässt die Schneedecke in der Mitte Deutschlands immer höher steigen. Ab Samstagabend nimmt dann auch der Wind stark zu, vor allem in der Nordhälfte. Im Schneefall weht dabei meist ein Ostwind. Am südlichen Rand des Schneefalls können die Flocken zwar nass sein, aber sonst ist trockener Schnee zu erwarten. Daher sind Schneeverwehungen auch sehr wahrscheinlich.

Und es trifft nicht nur das platte Land. Bis zu 22 Großstädte sind betroffen. Hier unsere Einschätzung, wann es wo zur Sache geht.

Wann schneit es bei Ihnen? - Für aktuelle Wettervorhersagen laden Sie sich hier die TWC-App herunter!

Fahrplan für die Schneefälle

Berlin und Potsdam

Berlin wird an der Grenze zum Schneefallgebiet liegen. Hier setzt der Schneefall erst Sonntagfrüh ein. Im Berliner Süden kommt deutlich mehr Schnee zusammen als im Norden.

Insgesamt sind bis zu 10 Zentimeter in Berlin möglich. Jedoch könnte der Schneefall auch geringer ausfallen. Es gibt Wettermodelle, die zwischenzeitlich nur noch wenige Zentimeter Neuschnee angeben. Nördlich der Großstadt könnte es bereits trocken bleiben.

Magdeburg, Wolfsburg, Braunschweig und Hannover

Es ist ziemlich sicher, dass es in diesen vier Städten sehr viel bis sehr viel Schnee geben wird. Die Schneemengen bewegen sich zwischen 15 und 30 Zentimeter. Durch den starken Wind kann es auch innerhalb einer Stadt sehr unterschiedlich sein. Die Autobahn 2 könnte aber einschneien, wird aber wahrscheinlich als wichtige Verkehrsader schnell geräumt. Auch hier ist Sonntag der extremste Tag. Spannend wird es dann nochmal Montagmorgen. Es droht ein Verkehrschaos.

Halle, Leipzig und Erfurt

Hier ist es mittlerweile sicher, dass ebenfalls viel Schnee fallen wird. 10 bis 20 Zentimeter Neuschnee sind zu erwarten, eventuell auch noch etwas mehr. Hier fängt der kräftige Schneefall bereits am Samstagabend an. Es schneit am Sonntag weiter. Doch hier sind schon am Sonntagvormittag signifikante Schneemengen zu erwarten.

Hamburg, Bremen und Oldenburg

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Mittlerweile rechnet kein Modell mehr große Schneemengen für diese Städte. An Hamburg und Oldenburg könnte der „Schnee-Kelch“ sogar komplett vorbeigehen. In Bremen könnte es noch für ein paar Zentimeter reichen, die allerdings eher keine größeren Auswirkungen haben werden.

Dortmund, Hamm, Bochum, Bottrop, Essen und Gelsenkirchen

Das Ruhrgebiet war lange nicht so richtig auf der Agenda für den Schwerpunkt der starken Schneefälle. Doch in den letzten Tagen rückte das Ruhrgebiet mit seinen vielen Großstädten immer mehr in den Fokus der Vorhersagen. Und mittlerweile ist klar: Auch in der bevölkerungsreichsten Region Deutschlands muss mit enormen Schneemengen und einem großen Verkehrschaos gerechnet werden.

In Essen sind 15 bis 20 Zentimeter, weiter östlich in Hamm sogar 25 bis 35 Zentimeter möglich. Dazu muss mit Schneeverwehungen gerechnet werden. Vor allem in der Nacht zu Sonntag kann ein Großteil dieser Mengen in kurzer Zeit fallen, wodurch die gesamte Verkehrsinfrastruktur in dieser Region zum Erliegen kommen kann. Selbst von kurzen Wegstrecken mit Auto oder Zug wird dringend abgeraten!

Münster, Osnabrück, Gütersloh, Paderborn und Bielefeld

Hier wird die Hauptschneelast erwartet. Es werden 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. Bitte bleiben Sie nachts zu Hause. Aber auch am Tag kann man mit dem Auto in Schneeverwehungen steckenbleiben. Hier sitzt man das schlechte Wetter am besten zu Hause aus.

Kassel und Göttingen

Auch im Süden von Niedersachsen und im Norden von Hessen wird sehr viel Schnee erwartet. Ein weiterer Schwerpunkt der Unwetterlage. Besonders in den Kasseler Bergen kommt es zu sehr starkem Schneefall. Aber auch in den Städten selbst sind 20 bis 30 Zentimeter möglich.

Mittlerweile haben sich die Modelle in Bezug auf die regionale Ausdehnung des Schneefall-Gebiets recht gut angeglichen. Die Prognosen sind verlässlicher und stabiler geworden. Unsicherheiten bestehen noch bei den genauen Schneemengen, sowie an den nördlichen und südlichen Rändern des Schneefallgebietes, da diese recht scharf ausfallen können.

Die Folge: Große Unterschiede auf wenigen Kilometern, wie zum Beispiel um Berlin. Hier wurde versucht, die Risiken darzustellen, die sich in den unterschiedlichen Wettermodellen zeigen.

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