20 Grad und Saharastaub! Deutschland erlebt dank Polarwirbel Grillwetter | The Weather Channel
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20 Grad und Saharastaub! Deutschland erlebt dank Polarwirbel Grillwetter

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Mehr als 20 Grad! Frühlingswetter mit Saharastaub

Die Temperaturen fahren Achterbahn: Vergangene Woche war es in den Nächten verbreitet -20 Grad kalt und nun steigen die Werte auf bis zu 20 Grad am Wochenende. Zudem ist wieder viel Saharastaub in der Luft. Die extremen Temperaturausschläge ziehen sich über die gesamte Nordhalbkugel. Sie sind Auswirkungen des Polarwirbels.

20 Grad am Wochenende

Die Temperaturen steigen kräftig an. Ab Samstag beginnt eine ganze Woche mit T-Shirt-Wetter. Die Werte steigen wahrscheinlich am Sonntag das erste Mal auf 17 Grad und örtlich kann es im Rheinland sogar 20 Grad warm werden. Und die Temperaturen steigen weiter.

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Bis Mittwoch sind vielerorts 20 Grad möglich. Selbst in Flensburg kann man sich auf bis zu 15 Grad freuen. Die Erwärmung erfasst ganz Deutschland. Die wärmsten Regionen liegen wie immer entlang des Rheins. Aber auch in Bayern, Schwaben, Franken, Hessen, Thüringen und Sachsen kratzen die Höchstwerte an der 20-Grad-Marke. Im norddeutschen Tiefland ist es etwas kühler, aber immer noch mild. Am kühlsten wird es an den Küsten. Grund ist das kalten Meerwasser. Im Föhn der Alpen sind auch Werte über 20 Grad möglich, allerdings nur in den großen Föhntälern.

Sturmtief Belrem bringt uns die Wärme

Grund für die Wärme ist das Sturmtief Belrem über dem Atlantik. Es dehnt sich bis in die Sahara aus und befördert sehr warme Luft nach Deutschland. Anders als zum Monatsbeginn, lauert diesmal keine Kaltluft im Norden. Es kommt also kein Schnee, sondern Frühlingswetter mit viel Sonnenschein.

Saharastaub sorgt für spektakuläre Sonnenaufgänge

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Es ist bereits das zweite Mal in diesem Februar, dass extrem viel Saharastaub nach Deutschland gelangt. Bei Schneetief Tristan hatte der Saharastaub noch die Schneefälle verstärkt. Diesmal ist kein Niederschlag in Sicht. Deshalb könnte es gut sein, dass der Staub sichtbar wird und der Himmel gelblich schimmert. Der Saharastaub kommt allerdings erst am Montag oder Dienstag an und zieht bis Mittwoch wieder ab. Es dürfte sich aber lohnen den Sonnenauf- oder -untergang zu filmen, denn bei Saharastaub ist das Morgen- und Abendrot stark ausgeprägt.

Wetterextreme auf der Nordhalbkugel

In vielen Teilen der Nordhalbkugel kommt es im Moment zu Wetterextremen. In Europa war es erst kalt, jetzt sehr warm. In Amerika hat es bis an den Golf von Mexiko geschneit. Im Iran schneit es und in Korea bricht ähnlich wie bei uns ein Vorfrühling aus. Diese Geschehnisse hängen in gewisser Weise zusammen.

Instabiler Polarwirbel und kalte Luftmassen

Grund ist der instabile Polarwirbel, weshalb immer wieder kalte Luftmassen nach Süden ausbrechen können. Kalte Luftmassen bewegen sich schnell und weit, da sie dicht und schwer sind. Setzt sich etwas Schweres in Bewegung, ist der Impuls oft nicht so leicht zu stoppen. Das haben wir in Europa bereits zwei Mal gesehen: Als die Kaltluft Athen und Istanbul einschneite und eben erst in den USA, wo der Wintereinbruch bis nach Texas reichte.

Badewannen-Effekte

Da die ganze Atmosphäre als ein in sich geschlossenes System begriffen werden kann, mit klaren Grenzen, kommt es zu Badewannen-Effekten. Das heißt: Stößt Kaltluft weit nach Süden vor, kommt es an anderer Stelle auch zu einem starken Vorstoß warmer Luft nach Norden. Das passiert gerade auf der Nordhalbkugel. Letztlich ist das sprunghafte Wetter ein Resultat des instabilen Polarwirbels, der das Ganze in Gang gesetzt hat.

Ein weiterer Ausbruch steht uns noch bevor

Der Polarwirbel wird mit zunehmendem Sonnenstand schwächer. Doch mindestes einen Ausbruch können wir noch erwarten - wenn der Polarwirbel endgültig kollabiert und der Winter damit zu Ende geht. Ob es nach dem zu erwartenden Wintereinbruch im März nochmal für eine kühle Periode reicht, ist noch nicht absehbar.

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