Unwetter: Scheune in Brand, Supermarkt von Blitz getroffen | Weather.com
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Unwetter in Deutschland: Scheune in Brand, Supermarkt von Blitz getroffen

Ein Blitz über Dresden.
(Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Unwetter in Deutschland legten nicht nur diverse Zugverbindungen lahm, sondern richteten auch viel Schaden an. So kam es auch am Donnerstagnachmittag und -abend zu Blitzeinschlägen und hunderten Polizeieinsätzen.

S​upermarkt in Dresden wird von Blitz getroffen

Nach einem Blitzeinschlag in einen Supermarkt in Dresden sind zwei verletzte Beschäftigte ins Krankenhaus gebracht worden. Die Frau und der Mann, beide 50 Jahre alt, klagten über Kopfschmerzen, Unwohlsein und Übelkeit, wie die Feuerwehr am Donnerstagabend mitteilte. Beide wurden notärztlich versorgt und dann mit Rettungswagen in eine Klinik gefahren.

Der Blitzeinschlag habe offenbar einen Defekt an einer Kühlanlage für Backwaren ausgelöst, hieß es weiter. Darüber hinaus breitete sich ein chemischer Geruch im Supermarkt aus. Die Ursache dafür war unklar. Ein Großaufgebot mit 80 Einsatzkräften von freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr sei alarmiert worden. Als die ersten Einsatzkräfte den Supermarkt in Klotzsche erreichten, war der Laden bereits geräumt.

S​cheune geht in Flammen auf: Rinder gerettet

Ein Blitzeinschlag soll ein Feuer in einer Scheune in Weismain im bayrischen Landkreis Lichtenfels ausgelöst haben. In einem angrenzenden Stall befanden sich bei Brandausbruch am Donnerstag noch etwa 50 Rinder. Viele der Tiere erlitten nach Polizeiangaben Verletzungen, die meisten konnten aber nach und nach aus dem Stall gerettet werden. Zwei Rinder mussten jedoch auf Anordnung einer Amtstierärztin getötet werden.

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Mehrere Menschen wurden leicht verletzt: Ein Mitglied der Feuerwehr wurde von einem Rind getreten, außerdem zogen sich ein Bewohner, ein Tierarzt und ein Feuerwehrmann leichte Rauchgasvergiftungen zu.

Die Löscharbeiten nahmen mehrere Stunden in Anspruch, mehr als 250 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Der Schaden wird auf etwa 500.000 Euro geschätzt.

Gewitterzelle in Nordrhein-Westfalen

Bei einem heftigen Unwetter in Detmold in Nordrhein-Westfalen fielen nach Stadtangaben binnen kurzem bis zu 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Über dem Nordosten der Stadt habe sich eine Gewitterzelle mit gewaltiger Wucht entladen, hieß es in einer Mitteilung. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen hatte es im kompletten Monat April durchschnittlich 91 Liter Regen pro Quadratmeter gegeben - und das war rund 50 Prozent mehr Niederschlag als in Durchschnittsjahren.

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Die Bundesstraße 239 wurde auf einer Länge von etwa zwei Kilometern überflutet. Das Wasser habe auf der Umgehungsstraße etwa 60 Zentimeter hoch gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Abend.

Unwetter in Thüringen - Blitzeinschlag und Überflutung

Schwere Gewitter hielten am Donnerstagabend auch in Teilen Thüringens die Feuerwehr auf Trab. Die Bundesstraße 281 bei Neuhaus musste am frühen Abend wegen Überflutung gesperrt werden, wie eine Sprecherin des Lagezentrums im Innenministerium in Erfurt sagte.

Auch in Gerthausen im Südwesten Thüringens war die Feuerwehr nach Angaben der zuständigen Rettungsleitstelle im Einsatz, um Keller auszupumpen. Dort standen nach heftigem Regen Teile des Ortes kurzzeitig unter Wasser, als das Flüsschen Herpf schnell anschwoll. «Die Lage hat sich schon wieder entspannt», hieß es am Abend. Am Mittag war ein Blitz in eine Doppelhaushälfte in Ilmenau (Ilm-Kreis) eingeschlagen und hatte hohen Schaden angerichtet.

Einsätze in Hessen und Hamburg - Fernverkehr vorübergehend gestört

Im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg rückte die Freiwillige Feuerwehr bis zum frühen Abend zu mehr als 200 Einsätzen aus. Dabei sei es vor allem um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gegangen. In Hannover wurden aufgrund einer Unwetterwarnung mehrere Parkanlagen geschlossen.

In Hamburg gab es ebenfalls viele Einsätze wegen kräftigen Regens. Straßen wurden überflutet und Keller, Geschäfte sowie Tiefgaragen liefen voll. Überwiegend betroffen war der Osten der Stadt, wie die Feuerwehr mitteilte. Durch das Unwetter wurden außerdem viele Bäume entwurzelt, ferner wurde ein Teil des Daches eines Mehrfamilienhauses abgedeckt. Zwischen dem Nachmittag und dem frühen Abend zählte die Feuerwehr über 700 wetterbedingte Einsätze in der Hansestadt.

V​iele Zugstrecken gestört

A​ufgrund der Unwetter kam es zu Unterbrechungen von diversen Bahnstrecken. So war bis Donnerstagnacht die Verbindung zwischen Hamburg und Bremen gesperrt. Am Freitagvormittag wurde die Strecke langsam reaktiviert und wieder genutzt. Auch in weiten Teilen von Baden-Württemberg kam es zu diversen Sperrungen bei Zugstrecken.

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