Unwetterwarnung: Sturm, Schnee und Glätte | Weather.com
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Unwetterwarnung: Hier herrschen Sturm, Schnee und Glätte

Der DWD warnt mit Stufe 2 vor Sturm, Schneefall, Glätte und Frost.

02.01.2026, Hamburg: Frischer Schnee fällt am Morgen in der Hansestadt und Fahrräder sind bereits schneebedeckt. Foto: Bodo Marks/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
So sah es am Morgen in Hamburg aus
(Bodo Marks/dpa)

Welche Unwetterwarnung gilt aktuell in Deutschland?

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitagvormittag eine amtliche Wetterwarnung der Stufe 2 (orange) für weite Teile Deutschlands herausgegeben. Gewarnt wird vor stürmischen Böen, Schneefall, Glätte und Frost. Besonders betroffen sind die Küstenregionen, die Mittelgebirge und höhere Lagen im Süden.

Wie stark ist der Wind und wo treten Böen auf?

Ein Tiefdruckgebiet über der Ostsee lenkt polare Meeresluft nach Deutschland und sorgt für stürmisches Wetter. Der DWD meldet verbreitet Böen von 50 bis 65 km/h, an der See Sturm- und schwere Sturmböen bis 100 km/h, auf exponierten Berggipfeln sogar orkanartige Böen bis 115 km/h. In der Nacht zum Samstag lässt der Wind nach, bleibt aber im Bergland und an den Küsten stürmisch.

Wo fällt Schnee und drohen Schneeverwehungen?

Von Nordwesten her ziehen Schneeschauer über das Land. In mittleren und höheren Lagen werden über 10 cm Neuschnee innerhalb von 12 Stunden erwartet. In Staulagen der Mittelgebirge und im Oberallgäu können lokal bis zu 30 cm fallen. In Hochlagen kommt es zu Schneeverwehungen mit eingeschränkter Sicht und erschwerter Verkehrslage.

Besteht Glätte- oder Frostgefahr?

Glätte durch Schneematsch, gefrierende Nässe oder überfrierende Nässe wird für viele Regionen erwartet. Besonders betroffen sind die Mitte, der Süden sowie Höhenlagen. Die Tiefstwerte liegen verbreitet bei –1 bis –7 °C, in den Alpen örtlich bis –10 °C. In Lagen ab 400–600 m herrscht tagsüber Dauerfrost.

Treten auch Gewitter auf?

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Im Norden Deutschlands sind heute vereinzelte kurze Wintergewitter mit Graupel oder Schnee möglich. Dabei kann es lokal zu Sturmböen bis 85 km/h kommen. Diese treten in Verbindung mit Schauerlinien auf und sind meist nur von kurzer Dauer, erhöhen jedoch lokal das Risiko durch plötzlich auftretende Glätte und Sichtbehinderung.

Welche Warnstufen gelten derzeit?

Laut DWD gilt in mehreren Regionen Warnstufe 2 (markantes Wetter). Diese betrifft insbesondere stürmische Böen, Schneefall, Glätte und Frost. Die Bevölkerung wird aufgefordert, die Lage weiter zu beobachten – etwa über die WarnWetter-App oder die offizielle Website des DWD.

Gab es auch eine Sturmflut an der Nordseeküste?

In der Nacht zum Freitag wurden an der Nordseeküste Wasserstände von bis zu zwei Metern über dem mittleren Hochwasser gemessen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) meldete damit Sturmflutniveau, insbesondere an der Elbmündung und im nordfriesischen Raum. Größere Schäden wurden bislang nicht bekannt. Eine gesonderte Sturmflutwarnung bestand am Vormittag nicht.

Wie geht es in den kommenden Tagen weiter?

Nach aktuellen Modellläufen bleibt das Wetter bis ins Wochenende unbeständig. Es kommt weiterhin zu Schnee, Graupel, teils Regen und starken Böen. Die Temperaturen verbleiben meist im frostigen Bereich, insbesondere nachts und in höheren Lagen.

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