Gewitter im Anmarsch: Lokal bis zu 100 Liter Regen in kurzer Zeit | Weather.com
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Gewitter im Anmarsch: Lokal bis zu 100 Liter Regen in kurzer Zeit

Die Gewittersaison legt in Deutschland einen turbulenten Start hin. Besonders in Thüringen und am Alpenrand drohen in den kommenden Tagen massive Regenmengen, Überflutungen und lokale Unwetter.

Die Gewittersaison 2026 beginnt außergewöhnlich früh und gleich mit einer kritischen Lage über Deutschland. Bereits in der ersten Maiwoche geraten vor allem die Mitte und der Süden des Landes unter den Einfluss kräftiger Gewitterzellen. Dabei sind örtlich extreme Regenmengen möglich, die innerhalb kurzer Zeit niedergehen und für brenzlige Situationen sorgen können.

Schwerpunkt Thüringen und Alpenrand: Gefahr durch Starkregen

Am Dienstag und Mittwoch ziehen immer wieder Gewitter aus Richtung Frankreich nach Deutschland hinein. Der aktuelle Unwetterschwerpunkt liegt vor allem in Thüringen sowie entlang des Alpenrandes.

Rund um den Raum Erfurt ist derzeit das größte Potenzial für extreme Niederschläge. Die aktuellen Prognosemodelle deuten an, dass dort lokal über 100 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen können – und das teils in recht kurzer Zeit.

Böden noch trocken – trotzdem drohen Überflutungen

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Die gewaltigen Regenmengen treffen auf Böden, die vielerorts noch relativ trocken sind. Das klingt zunächst beruhigend, kann aber trügerisch sein: Der Untergrund ist nicht in der Lage, solche Wassermassen in kurzer Zeit vollständig aufzunehmen.

Dadurch kann das Wasser an Hängen, in Senken und in engen Tälern rasch zusammenlaufen. Die Folge: Sturzfluten, überlastete Kanalisationen und lokale Überschwemmungen sind möglich. Zusätzlich zum Starkregen sind auch starke Böen und Hagel möglich. Das Hagelrisiko ist aktuell allerdings noch gering.

Warmluftblase aus Osten: Nächste Woche spitzt sich die Lage zu

Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Wochenende deutet sich für die kommende Woche bereits die nächste brenzlige Wetterlage an. Eine Warmluftblase, die aus dem Osten nach Deutschland gesteuert wird, könnte die Temperaturen deutlich in die Höhe treiben.

Dann sind wieder in einigen Regionen sogar Temperaturen um die 30 Grad denkbar. Trifft diese heiße Luft auf kühlere Luftmassen, entsteht eine hochgradig instabile Wetterlage – idealer Nährboden für neue kräftige Gewitter und Unwetterlagen.

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