Bayern: Gewitter, Hagel und Tornadogefahr am Donnerstag | Weather.com
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Nach Tornado-Serie: Neue Unwetter-Gefahr in Süddeutschland

Nach einem schweren Gewittertag bleibt die Lage angespannt: Am Donnerstag drohen vor allem in Südbayern erneut schwere Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen – auch einzelne Tornados sind nicht ausgeschlossen.

Wetterkarte von Deutschland mit farbigen Flächen für unterschiedliche Gewittergefahr und hervorgehobenen Städtenamen.
Ab Mittag wird es brenzlig in Süddeutschland, wo die Gewittergefahr sehr hoch ist.
(TWC)

Hinter uns liegt ein ereignisreicher und teils schwerer Gewittertag. Gestern zog eine markante Gewitterfront über Teile Deutschlands hinweg und sorgte regional für erhebliche Schäden. Mehrere Tornados werden derzeit unter anderem aus der Eifel sowie aus Gebieten westlich von Wetzlar in Solms vermutet. Bestätigt hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) bislang jedoch nur einen Tornado in Fürstenwalde in Brandenburg. Nach den zahlreichen Unwettermeldungen stellt sich nun die Frage: Ist die Lage damit ausgestanden, oder drohen heute erneut schwere Gewitter mit Tornados und Downbursts?

Fokus auf die Südhälfte Bayerns

Die Unwettergefahr ist auch am heutigen Donnerstag noch nicht gebannt. Besonders im Süden Deutschlands rückt vor allem die Südhälfte Bayerns in den Fokus. Bereits ab dem frühen Nachmittag können sich entlang des Alpenrandes erste Gewitterzellen entwickeln. Diese dürften im weiteren Verlauf nach Nordosten ziehen und dabei zunehmend an Stärke gewinnen. Nach aktuellem Stand ist es sogar möglich, dass sich die einzelnen Gewitter zu einem linienförmigen Gewittersystem zusammenschließen. Dieses würde anschließend weiter nordostwärts ziehen und Deutschland am Abend in Richtung Tschechien und Österreich verlassen.

Schwere Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen möglich

Dabei besteht erneut das Potenzial für schwere Unwetter. Die Wettermodelle deuten auf eine sehr energiereiche Atmosphäre hin, sodass Starkregen, größerer Hagel und vor allem schwere bis orkanartige Windböen möglich sind. Auch sogenannte Downbursts – lokal begrenzte, aber äußerst heftige Fallböen – können auftreten und erhebliche Schäden verursachen.

Tornadogefahr geringer, aber nicht ausgeschlossen

Die Tornadogefahr fällt im Vergleich zum Vortag zwar geringer aus, vollständig ausgeschlossen werden kann die Bildung einzelner Tornados jedoch nicht. Hintergrund ist eine teils weiterhin erhöhte vertikale Windscherung, die von den Wettermodellen berechnet wird. Diese Windscherung kann die Rotation innerhalb von Gewittern begünstigen und damit die Voraussetzungen für Tornadoentwicklungen schaffen.

Wetterentwicklung aufmerksam verfolgen

Angesichts der sehr dynamischen Wetterlage im Süden Deutschlands sollten die Entwicklungen aufmerksam verfolgt werden. Es empfiehlt sich, das Wetterradar regelmäßig im Blick zu behalten und behördliche Unwetterwarnungen zu beachten. Besonders in den betroffenen Regionen kann sich die Lage innerhalb kurzer Zeit deutlich verschärfen.

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