Polarwirbel und El Niño sprechen für Mild-Winter | Weather.com
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Polarwirbel stabil, El Niño stark: Vieles spricht für einen Mild-Winter

El Niño ist stark und auch der Polarwirbel bleibt stabil. Uns könnte also ein Rekordwinter bevorstehen.

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Der Spätherbst wird windig und nass – das kann man jetzt schon sagen. Aber es bleibt auch danach lange mild. Auch in Europa lässt sich das auf El Niño zurückführen. Nur ist der Einfluss bei uns eher indirekt.

Herbst 2026: Sturm, Westwind und mildes Wetter

Unser Herbst 2026 beginnt eigentlich in Amerika, besser gesagt auf dem Nordpazifik. Denn hier hat El Niño direkten Einfluss. Deshalb hat Kalifornien wegen El Niño bereits den Notstand verhängt.

Die Tropen sind durch El Niño deutlich wärmer als normal. Im Herbst und Winter kühlt dann die Arktis immer mehr aus, weil das Sonnenlicht fehlt. Es bildet sich also ein starker Temperaturgegensatz, stärker als in normalen Jahren.

Dadurch wird der Pazifische Jetstream ab dem Herbst sehr stark. Ein Sturm jagt den nächsten und trifft auf die Westküste der USA und Kanadas.

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Doch damit ist der Jetstream nicht gleich weg. Der Impuls bleibt erst einmal erhalten und setzt sich in Richtung Atlantik und Europa fort. Ein starker pazifischer Jetstream bedeutet auch ein starkes Signal für den atlantischen Jet.

Polarwirbel stabil: Was bedeutet das für unseren Winter 2026?

Natürlich kann es auf dem Weg von Amerika nach Europa zu Störungen kommen. Deshalb ist die Wirkung bei uns nur eine indirekte. In der Regel ist es windiger, nasser und auch milder als in normalen Jahren. Im November ist der Effekt sehr deutlich und ist jetzt schon ziemlich sicher. Bei einem starken El Niño ist zudem der Februar in der Regel nass und mild.

Auch der Polarwirbel scheint stabil zu sein, da die stratosphärischen Winde aus Westen wehen und damit den Polarwirbel stützen. Würde der Wind aus Osten wehen, dann wäre das Risiko für Wintereinbrüche ab Januar erhöht.

Da die stratosphärischen Winde aber einem sehr zuverlässigen periodischen Muster folgen, können wir davon ausgehen, dass es bis einschließlich Februar relativ mild und nass bleibt. Das liegt nicht nur an El Niño, aber er trägt wesentlich dazu bei. Es könnte einer der wärmsten Winter der Messgeschichte werden.

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