Ostsee-Sturmflut erwartet: Flensburg wappnet sich | Weather.com
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Ostsee-Sturmflut erwartet – Flensburg gibt Sandsäcke aus

Deutschlands Ostseeküste hat sich am Samstag auf das erste Herbsthochwasser der Saison vorbereitet.

20.10.2023, Schleswig-Holstein, Flensburg: Eine Straße am Hafen ist überflutet. (Archivbild) (Frank Molter/dpa)
20.10.2023, Schleswig-Holstein, Flensburg: Eine Straße am Hafen ist überflutet. (Archivbild)
(Frank Molter/dpa)

Die Orte an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns haben sich am Samstag auf das erste Herbsthochwasser der Saison vorbereitet. Nach Angaben des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) war ab dem Abend und am Sonntag an der gesamten deutschen Ostseeküste eine Sturmflut erwartet.

Eine Sturmflut beginnt an der Ostsee definitionsgemäß bei einem Wasserstand von einem Meter über dem Normalstand. Ab 1,50 Meter über Normal spricht man hier von einer schweren Sturmflut.

Wie hoch waren die Pegelstände?

Wie der NDR am Sonntag berichtet, fielen die Pegelstände weniger hoch aus als prognostiziert. Am höchsten stieg das Wasser laut BSH in Flensburg und Travermünde. In Flensburg lag der Pegel auf 1,10 Meter über Normalhöhennull (NHN), in Lübeck-Travemünde bei 1,24 Meter. Prognosen hatten nach Angaben der Stadt in Flensburg Wasserstände von 1,12 bis 1,24 Meter über Normal erwartet. In der Kieler Bucht waren Wasserstände von bis zu 1,30 Meter über dem Normalwert vorhergesagt. In der Lübecker Bucht noch höhere Pegel.

Auch an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns war mit erhöhten Wasserständen gerechnet worden. Dort lag der höchste Pegelstand in der Nacht bei 1,10 Metern, wie der NDR berichtet.

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Laut BSH wurden am Sonntag im Tagesverlauf sinkende Wasserstände erwartet. Im Laufe des Vormittags sollte die Sturmflut in der Kieler Bucht und in der Lübecker Bucht beendet sein.

Stadt Flensburg gibt Sandsäcke aus

In Vorbereitung auf eine Sturmflut hatte Flensburg am Samstag Sandsäcke an Anwohnerinnen und Anwohner ausgeben, die vom Hochwasser betroffen sein könnten. Die Sandsäcke als Hilfe zur Selbsthilfe seien eine der Maßnahmen, die die Stadt nach der schweren Sturmflut 2023 etabliert habe, sagte ein Stadtsprecher. Damals wurde laut BSH in der Stadt ein außergewöhnlicher Wasserstand von 2,27 Metern gemessen.

Nach Angaben der Stadt Flensburg übersteigt das Wasser ab 1,10 Meter über Normal die Kaikante an der Schiffbrücke in der Innenstadt. Solche Hochwasser sind im Winterhalbjahr nicht ungewöhnlich. Anfang Januar wurden bei dem damaligen Hochwasser in Flensburg etwa 1,33 Meter über dem normalen Stand gemessen.

Gefahrenbereiche sollen gemieden werden

Flensburg, aber auch andere Städte wie Wismar appellierten am Wochenende an Anwohnerinnen und Anwohner, Gefahrenbereiche zu meiden und Fahrzeuge dort nicht abzustellen.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für Samstag und Sonntag an den Küsten starken und böigen Wind aus nördlichen und später östlichen Richtungen vorher.

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