Sturm und "garstige" Kaltfront sorgen für Unwetter | Weather.com
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Zwei Stürme in drei Tagen: Orkanböen und Tornadogefahr in Deutschland

Zwei Stürme treffen ab Freitag auf Deutschland: Besonders der Orkan am Sonntag sorgt für Unwetter.

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Am Freitagabend zieht ein schwerer Sturm durch den Englischen Kanal nach Norddeutschland, der bis Samstag bleibt. Angeschoben wird der Orkan vom Jetstream.

Schon am Sonntag formiert sich der nächste, große Orkan in der Nordsee. Auch diesmal spielt der Jetstream eine entscheidende Rolle für das Wetter, nur auf eine deutlich gefährlichere Weise. Zusätzlich kommt eine Kaltfront nach Deutschland, die für Orkanböen, Tornadogefahr und Schneefall in höheren Lagen sorgt.

Beide Stürme sind auch Bomben-Zyklone und es wird wohl auch Schnee geben.

1. Sturm trifft Deutschland am Freitag mit schweren Sturmböen

Der erste Orkan bildet sich am Donnerstag zwischen Cornwall und der Bretagne, der dann durch den Englischen Kanal nach Deutschland zieht. An der französischen Küste drohen aber zuvor schon Böen bis 130 km/h.

Das Sturmtief bringt in Europa schwere Sturmböen, viel Regen und in den Bergen sogar Schnee. Auch Deutschland ist betroffen.
Das Sturmtief bringt in Europa schwere Sturmböen, viel Regen und in den Bergen sogar Schnee.
(TWC)

Am Freitag müssen wir mit Sturmböen und schweren Sturmböen bis 100 km/h rechnen. Zunächst wird es in Westdeutschland stürmisch. Später auch im Norden und der Mitte Deutschlands.

Wo treten am Freitag die stärksten Winde auf?

Freitagabend kommt der Kern des Sturms im Emsland an und es kommt zu orkanartigen Böen bis 110 km/h (Beaufort 11). Zwischen Köln, Bremen und Hamburg können auch Orkanböen mit 120 km/h auftreten (Beaufort 12).

In der Nacht zum Samstag wird das Maximum des Sturms erwartet. Am Samstag geht es in weiten Teilen Deutschland stürmisch zu. Gegen Samstagabend beruhigt sich die Lage dann kurzzeitig.

Am Sonntagnachmittag wird es dann richtig gefährlich. "Ein Orkan über der Nordsee schickt eine sehr garstige Kaltfront nach Deutschland, sagt Meteorologe Jan Schenk.

2. Sturm am Sonntag kommt mit Kaltfront nach Deutschland

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"Der Orkan am Sonntag wird heftig", meint Schenk. Die Kaltfront wird vom Jetstream angeschoben, der sich nach unten durchmischt. Es wird voraussichtlich zu einer sehr scharfen Kaltfrontlinie kommen, an der starke Schauer und Gewitter auftreten.

Die Kaltfront selbst ist sehr schnell unterwegs. Der Jetstream schlägt aber an der scharfen Linie bis zum Boden durch. Es kommt zu Orkanböen entlang der Front. Durch den starken Jet kommt es bodennah zu starker Scherung und tiefen Wolkenuntergrenzen. Es drohen einzelne F1- oder F2-Tornados, laut den derzeitigen Prognosen.

Mit der Front fällt auch die Schneefallgrenze rapide – im schlimmsten Fall auf 600 Meter.

Sturmgefahr am Sonntag: Welche Unwetter drohen in Deutschland?

Wir bekommen es mit Aquaplaning, Orkanböen, Schneefall in höheren Lagen und einzelnen Tornados zu tun. Die Kaltfront ist aber schnell unterwegs und die Unwetter halten sich nicht lange über Deutschland.

In der Nacht zum Montag ist der Sturm dann schon in Polen, Tschechien und Österreich angekommen und schwächt sich dabei etwas ab.

Beide Stürme sind Bombenzyklone

Schon am Freitag haben wir es mit einem Bombenzyklon zu tun. Der Luftdruck des ersten Sturms fällt in 24 Stunden um 24 Hektopascal und erreicht damit genau das Kriterium für eine Bombogenese.

Am Samstag fällt der Luftdruck des zweiten Sturms zwischen Schottland und Island in nur 12 Stunden um 33 Hektopascal. Auf diesen Orkan müssen wir besonders achten, denn er ist allein von den Zahlen schon sehr gefährlich.

Noch keine Sturmflutgefahr

Der erste Sturm am Samstag hat nicht die Kraft und die Windrichtung, um eine Sturmflut auszulösen. Auch am Sonntag sieht es nach einem schnellen System aus, bei dem das Wasser nicht lange genug einer ungünstigen Windrichtung ausgesetzt ist. Deshalb herrscht auch noch keine Sturmflutgefahr.

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