USA planen Rückkehr zum Mond bis 2026 | Weather.com
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Sind 2026 erstmals wieder Menschen am Mond?

Die USA wollen 2026 zurück zum Mond. Auch China, Indien und Europa haben ambitionierte Pläne für den Erdtrabanten.

Die grafische Darstellung zeigt die Raumstation «Gateway» (r), die einmal als orbitaler Außenposten um den Mond kreisen soll. Gateway ist eine entscheidende Komponente im «Artemis»-Programm der Nasa. Alberto Bertolin/Nasa/dpa
Die grafische Darstellung zeigt die Raumstation Gateway (r), die einmal als orbitaler Außenposten um den Mond kreisen soll. Gateway ist eine entscheidende Komponente im Artemis-Programm der Nasa.
(Alberto Bertolin/Nasa/dpa)

Wer gewinnt den Wettlauf zum Mond?

Mehr als 50 Jahre nach der letzten Mondlandung steht eine neue Ära der Raumfahrt bevor. Die USA wollen im Rahmen des Artemis-Programms 2026 erstmals wieder Menschen zum Mond schicken – darunter auch eine Frau und eine nicht-weiße Person, so die NASA-Pläne. Damit beginnt ein geopolitischer Wettlauf um Ressourcen, Technologien und Einfluss im All.

Was plant die NASA mit Artemis?

Nach Jahrzehnten Pause soll bei der Mission „Artemis 2“ in der ersten Jahreshälfte 2026 der Mond umrundet werden – mit vier US-Astronauten. Bei „Artemis 3“ soll dann 2027 wieder eine bemannte Mondlandung erfolgen. Ziel ist eine dauerhafte Präsenz mit der geplanten Raumstation „Gateway“. Unterstützt wird das Projekt von privaten Firmen wie SpaceX und Blue Origin.

Wie reagiert China auf die US-Mondpläne?

Auch China verfolgt ehrgeizige Mondprojekte. Eine bemannte Mondlandung ist bis 2030 geplant. Bereits 2026 soll die Mission „Chang’e 7“ am Südpol des Mondes Wassereis erkunden – als Grundlage für eine mögliche Mondbasis. Mit der Raumstation „Tiangong“ sammelt China zudem Erfahrung in der Langzeit-Raumfahrt.

Russland unter Druck – was wird aus „Luna“?

Russland steckt in der Raumfahrtkrise. Die geplante Mondmission „Luna-26“ wurde auf 2028 verschoben, wirtschaftliche Probleme und westliche Sanktionen bremsen den Fortschritt. Dennoch kündigte Roskosmos Milliardeninvestitionen an und plant eine wiederverwendbare Rakete („Korona“) ab 2026 sowie ein eigenes Satelliten-Internet.

Wie positioniert sich Europa im All?

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Die ESA (Europäische Weltraumagentur) will unabhängiger werden – mit einem Rekordbudget von 22,1 Milliarden Euro für die Jahre 2026 bis 2028. Die neue Trägerrakete Ariane 6 soll Missionen ins All bringen. Projekte wie der Mondlander „Argonaut“ und das Teleskop „Plato“ stehen im Fokus. Ein deutscher Astronaut könnte im Rahmen von „Artemis 4“ zum Mond fliegen – aber ohne Landung.

Was sind Indiens Ziele?

Indien startet 2027 erstmals eine bemannte Raumfahrtmission mit der Kapsel „Gaganyaan“. Im selben Jahr soll auch „Chandrayaan-4“ auf dem Mond landen. Langfristig will Indien bis 2040 Menschen auf den Mond bringen und bereits 2035 eine eigene Raumstation betreiben.

Japan: Wasser auf dem Mond im Visier

Gemeinsam mit Indien plant Japan die Mission „Lupex“ zur Erkundung von Wassereis am Südpol des Mondes. Der Start ist für 2026/2027 vorgesehen. Die gewonnenen Daten sollen dem „Artemis“-Programm dienen. Japan hofft im Gegenzug, eigene Astronauten zum Mond schicken zu können.

Warum ist der Mond plötzlich wieder so wichtig?

Die Rückkehr zum Mond ist nicht nur ein technologischer Meilenstein, sondern auch ein strategischer. Ressourcen, internationale Kooperationen und geopolitische Interessen stehen im Fokus. Eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond wird als Schlüssel für zukünftige Marsmissionen und globale Führungsansprüche im All gesehen.

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