Auf Sonnenfinsternis folgen Sternschnuppen | Weather.com
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Auf Sonnenfinsternis folgen Sternschnuppen – ein Himmelsereignis jagt das nächste

Auf die Sonnenfinsternis folgten Sternschnuppen: Ein Komet sorgt für den kosmischen Schauer.

12.08.2026, Brandenburg, Jacobsdorf: Ein Meteor mit grünem Schweif ist am Sternenhimmel zu sehen. In der Nacht war der Strom der Perseiden zu beobachten. (Patrick Pleul/dpa)
12.08.2026, Brandenburg, Jacobsdorf: Ein Meteor mit grünem Schweif ist am Sternenhimmel zu sehen. In der Nacht war der Strom der Perseiden zu beobachten.
(Patrick Pleul/dpa)

Kaum war die Sonnenfinsternis am Mittwochabend vorbei, bot der Himmel schon ein weiteres Spektakel: Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden, einer der schönsten Meteorströme des Jahres, hat in der Nacht seinen Höhepunkt erreicht. Bis zu hundert Meteore pro Stunde sollte man an dunklen Orten über den Himmel huschen sehen.

In diesem Jahr hatten es die Menschen, die viele Wünsche loswerden wollten, besonders leicht. Denn das Maximum der Perseiden fiel genau in die Neumondnacht. Kein Mondlicht störte das Erspähen der Leuchterscheinungen und das Wetter spielte weitgehend mit. Nur über Norddeutschland waren nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein paar hohe Wolkenfelder vorhanden. Da könnte es lokal zu Sichteintrübungen gekommen sein, sagte ein DWD-Meteorologe. Sternschnuppen gelten vielen als klassische Glücksbringer, denen nachgesagt wird, dass sie Wünsche erfüllen.

"Dank des großflächig guten Wetters über Deutschland, konnte das überall beobachtet werden", sagte der Direktor des Zeiss-Großplanetariums, Tim Florian Horn, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch in Berlin habe man trotz der Lichtverschmutzung dutzende Perseiden beobachten können. Neben dem Planetarium verfolgten Gäste das Spektakel auf einer Freifläche direkt. "Jede Sternschnuppe wird mit lauten Ah und Oh bestaunt", sagte Horn.

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Die Perseiden waren bereits in den Nächten vor ihrem Maximum zu beobachten. Auch in den nächsten Nächten seien bei gutem Wetter noch viele zu sehen, sagte Horn. Die Kurve flache langsam ab und ende am 24. August.

Für Menschen in Großstädten lohnt es sich in Perseiden-Nächten, herauszufahren und so der städtischen Lichtverschmutzung zu entgehen. Etwa 50 Kilometer außerhalb von Berlin seien in der Nacht zum Donnerstag binnen einer Viertelstunde zehn Sternschnuppen zu sehen gewesen, berichtete eine dpa-Reporterin, die das Schauspiel in Brandenburg verfolgte.

Komet verliert an Substanz

Ihren Ursprung haben die Perseiden im Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt den Strom aus winzigen Staubteilchen, die der Komet auf seiner Bahn um die Sonne hinterlassen hat. Treten die Teilchen in die Erdatmosphäre ein, verglühen sie. Mit rund 60 Kilometer pro Sekunde Eindringgeschwindigkeit sind die Perseiden recht schnelle Meteore. Einige von ihnen können als sogenannte Feuerkugeln sogar die Helligkeit der Venus erreichen.

Blick nach Nordosten richten

Wie der Name sagt, scheinen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen – nach Einbruch der Dunkelheit liegt dieses über dem Nordosthorizont. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike.

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