Mit Radar aus dem All: Biomasse von Waldgebieten bestimmen | Weather.com
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Mit Radar aus dem All: Biomasse von Waldgebieten bestimmen

HANDOUT - 04.08.2023, Gabun, Port-Gentil: Das DLR hat bei der Messkampagne GABONX ¸ber Gabun bei Port-Gentil mit dem F-SAR-Radarsystem an Bord eines DLR-Forschungsflugzeugs Daten gesammelt, um die Waldbiomasse zu ermitteln. Die Kenntnis ist notwendig, um die globale Erw‰rmung genau zu berechnen. Zu sehen ist ein tiefgelegenes Gebiet nahe der Atlantikk¸ste. Es ist sowohl mit Mangrovenwald als auch mit hohem tropischem Regenwald bewachsen. (zu dpa: Radar-Satelliten sollen Biomasse von W‰ldern erfassen) Foto: DLR/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollst‰ndiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++
Mit dem Radarsystem erforscht: Ein tiefgelegenes Gebiet nahe der Atlantikküste im afrikanischen Gabun. Es ist sowohl mit Mangrovenwald als auch mit hohem tropischem Regenwald bewachsen.

Mit Radar-Satelliten könnte schon im nächsten Jahr die Biomasse von Wäldern weltweit erfasst werden. Zur Vorbereitung haben Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Radartechnologie nun aus einem Forschungsflugzeug heraus die Biomasse von Regenwald im zentralafrikanischen Gabun vermessen. Die fünfwöchige Messkampagne "GABONX" sei gerade beendet worden, teilte das DLR mit.

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Nun sollen die Daten ausgewertet und die Biomasse errechnet werden. Das könne bis Ende des Jahres dauern, hieß es. Anschließend könnten die Daten mit den früheren Messungen verglichen werden. Bereits 2016 war das DLR zu ersten Messflügen über denselben Gebieten gestartet.

E​rmittlung von Kohlenstoff-Speicherkapazität der Wälder

Satelliten der nächsten Generationen, die mit hochleistungsfähigen Systemen ausgerüstet seien, könnten dann weltweite Messungen leisten. Der Radarsatellit "Biomass" soll 2024 starten und mit sehr langen Wellenlängen arbeiten. Ziel ist es, die Biomasse und die Kohlenstoff-Speicherkapazität der Wälder und deren Veränderungen zu ermitteln. Darüber hinaus wolle die europäische Raumfahrtorganisation ESA voraussichtlich 2028 "ROSE-L" in Betrieb nehmen.

W​ichtig für die Berechnung der globalen Erwärmung

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Bisher gibt es nur Schätzungen, wie viel Waldbiomasse weltweit vorhanden ist. Ihre Größe ist für die Berechnung der globalen Erwärmung entscheidend. Das diene dazu, die Folgen des Klimawandels vorherzusagen und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

A​bbildung der Stockwerke des Waldes

In einem speziellen Verfahren erstellte das DLR eine Radartomographie. Das Radarinstrument durchleuchtete den Wald und erzeugte daraus Informationen zu Baumhöhen und Struktur des Regenwalds. Abgebildet würden die unterschiedlichen "Stockwerke" des Waldes, von den dichten Baumkronen bis zum Waldboden, erläuterte das DLR.

Ähnlich wie in der medizinischen Diagnostik konnten die Forscherinnen und Forscher dreidimensionale Informationen aus der Radartomographie gewinnen. Dies eröffne einzigartige Einblicke in sonst schwer zugängliche Gebiete und verborgene CO2-Depots, hieß es.

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