Abholzung von Regenwald in Brasilien auf historischem Tiefstand | Weather.com
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Abholzung von Regenwald in Brasilien auf historischem Tiefstand

Im brasilianischen Amazonasgebiet wurden fast 42 Prozent weniger Fläche gerodet als im vergangenen Jahr. Die Abholzung hat damit laut brasilianischer Regierung einen historischen Tiefstand erreicht.

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Der Regenwald im Amazonasgebiet ist die grüne Lunge unserer Welt. Im Kampf gegen den Klimawandel ist der Schutz des größten Regenwalds der Welt von entscheidender Bedeutung. Die dichte Vegetation des tropischen Regenwalds nimmt Treibhausgase auf, welche die globale Erwärmung verursachen. In Brasilien befinden sich etwa 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes. Jetzt gibt es hier zumindest einen Hoffnungsschimmer.

Nach Angaben der brasilianischen Regierung ist die Entwaldung im brasilianischen Amazonasgebiet auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1988 gesunken. Offizielle Satellitendaten zeigten, dass der Regenwald zwischen August 2025 und Juli 2026 eine Fläche von 3335 Quadratkilometern verloren hat. Das ist immer noch viel, stellt aber einen Rückgang von fast 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.

Die Zahlen belegen nach Angaben der Regierung den Erfolg der erneuten Bemühungen unter Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, die Abholzung einzudämmen. Damit sei der Anstieg unter dessen Vorgänger Jair Bolsonaro umgekehrt.

Präsident will illegale Abholzung bis 2030 komplett stoppen

Unter Lulas Vorgänger Jair Bolsonaro war die Abholzung im Amazonasgebiet in den Jahren von 2019 bis 2022 laut offiziellen Angaben um rund 60 Prozent gestiegen. Mehr als 45.000 Quadratkilometer Regenwald wurden in dieser Zeit gerodet. Unter Lula dagegen sei die Abholzung seit 2023 um 71 Prozent zurückgegangen, wie die Regierung mitteilte. Er selbst schrieb nach Veröffentlichung der Zahlen im Onlinedienst X: „Unser Ziel ist es, bis 2030 die illegale Abholzung auf null zu senken.“

Lula will Ende des Monats wiedergewählt werden. Der Sohn seines Vorgängers, Flávio Bolsonaro, kandidiert bei der Stichwahl um die Präsidentschaft gegen ihn. Lula war bei der ersten Wahlrunde überraschend hinter Bolsonaro gelandet.

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