Einkaufen in Zeiten von Corona: Online-Handel profitiert, Klein-Händler verlieren | The Weather Channel
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Einkaufen in Zeiten von Corona: Online-Handel profitiert, Klein-Händler verlieren

ARCHIV - 18.11.2011, Sachsen, Dresden: ILLUSTRATION - Ein Ausschnitt der Internetseite eines Online-Shops auf einem Computer-Bildschirm. (zu dpa: «Experten: Coronavirus verändert Einkaufsgewohnheiten auf Dauer») Foto: Arno Burgi/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Die Krise gibt dem Online-Handel noch einmal einen kräftigen Schub
(Foto: Arno Burgi/zb/dpa)

Die Einkaufsgewohnheiten in Deutschland werden sich durch die Coronavirus-Krise nachhaltig verändern. Der größte Gewinner dürfte dabei der Online-Handel sein.

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Davon gehen der Geschäftsführer des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH), Kai Hudetz, und der E-Commerce-Experte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein aus.

Online-Handel profitiert langfristig von der Krise

Die Krise gebe dem Online-Handel noch einmal einen kräftigen Schub, sagte Hudetz. Zwar bekomme auch der Internethandel derzeit die generelle Verunsicherung der Verbraucher zu spüren.

Aber wenn noch etwas gekauft werde, dann besonders gerne im Internet. „Es ist damit zu rechnen, dass der Online-Handel auch langfristig von dieser Krise profitieren wird. Auch wenn das Thema Coronavirus vorbei ist, wird weiterhin mehr online eingekauft werden als vor der Krise“, prognostizierte Hudetz.

Problematisch für kleine Läden ohne Internet

Verlierer würden die kleinen stationären Läden ohne Internetangebot sein. „Wer jetzt kein Online-Angebot hat steht ohne funktionierenden Vertriebsweg da und kann die Versäumnisse der Vergangenheit auch kaum nachholen“, so Hudetz.

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„Die Coronavirus-Krise wird nicht das Ende des stationären Einzelhandels sein. Aber sie wird wie ein Katalysator wirken und das Ende vieler kleiner lokaler Händler ohne Internet-Standbein beschleunigen“, ist auch der E-Commerce-Experte Heinemann überzeugt.

Keine deutlich erhöhte Zahl an Paketsendungen

Bislang verzeichnen die Zusteller allerdings noch keine deutlich erhöhte Zahl an Paketsendungen. Man verzeichne zwar mehr Sendungen im Privatkundenbereich, dafür aber weniger von Business-Kunden, was sich insgesamt gegenseitig ausgleiche, teilte der Paketzusteller DPD mit.

Deutsche Post und UPS sind gerüstet

Die Deutsche Post sieht sich jedoch gerüstet, sollte sich das ändern. „Sollten sich mehr Menschen in Deutschland entschließen, Güter online oder über den klassischen Distanzhandel zu erwerben, steht dem derzeit in Bezug auf Transport und Zustellung nichts entgegen“, sagte ein Sprecher. Auch von UPS hieß es, man sei bemüht, sich möglichst schnell den neuen Gegebenheiten der Pandemie anzupassen.

Anfrage bei Zalando geht derzeit zurück

Tatsächlich profitiert das Online-Geschäft derzeit offenbar noch nicht flächendeckend von den Schließungen im stationären Handel. Beim Online-Modehändler Zalando etwa geht die Nachfrage derzeit zurück, wie das Unternehmen auf Anfrage mitteilte. „Bis zu den Ausgangssperren in mehreren Ländern haben wir keine größeren Auswirkungen auf das Geschäft verzeichnet“, hieß es.

Menschen bestellen eher wichtige Dinge für Zuhause

„Seit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens stellen wir negative Auswirkungen in Form von geringerer Nachfrage in den betroffenen Gebieten fest.“ Grund dürfte sein, dass viele Menschen nun vor allem Dinge online bestellen, mit denen sie zu Hause etwas anfangen können, sagte eine Sprecherin.

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