Gefährlicher Parasit taucht in USA wieder auf | Weather.com
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60 Jahre nach der Ausrottung: Gefährlicher Parasit taucht in USA wieder auf

An vier Kälbern und einer Ziege wurde in den USA die gefürchtete Schraubenwurmfliege nachgewiesen. Ein Befall des fleischfressenden Parasiten kann tödlich sein. In Texas rief der Gouverneur den Notstand aus.

Gefürchteter Parasit: Die Larven der Schraubenwurmfliege nisten sich in offenen Wunden von Säugetieren ein und ernähren sich dort von lebendem Gewebe. Ein Befall kann für die Tiere tödlich sein.
(Getty)

In den US-Bundesstaaten Texas und New Mexico sind Fälle der gefürchteten Neuwelt-Schraubenwurmfliege bestätigt worden. Der Parasit wurde zuletzt am Montag bei einem Kalb und einer Ziege in Texas nachgewiesen, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte. In der vergangenen Woche waren bereits drei Fälle von Schraubenwurmbefall entdeckt worden, bei zwei Kälbern in Texas und einem Hund in New Mexiko.

Warum ist die Schraubenwurmfliege so gefährlich?

Der Schädling könnte der Viehwirtschaft der USA schweren Schaden zufügen. Betroffen ist hier vor allem Texas. Der US-Bundesstaat ist der führende Rindfleischproduzent in den USA. Gefährlich sind die Larven der Neuwelt-Schraubenwurmfliege, die sich von lebendem Gewebe ernähren. Die Fliegen legen ihre Eier in offene Wunden von Tieren und gelegentlich Menschen ab. Ein Befall kann zum Tod des Wirtstieres führen.

Wie wird die Schraubenwurmfliege bekämpft?

Die US-Regierung betreibt seit Jahrzehnten ein Programm zur Zucht steriler Männchen, die in großen Schwärmen freigesetzt werden, um sich mit wilden Weibchen zu paaren. Dadurch konnte die Ausbreitung der Schraubenwurmfliege jahrzehntelang eingedämmt werden. Tatsächlich galt der Parasit in den USA seit 60 Jahren als ausgerottet. Auch in der jetzigen Situation setzen die Behörden vor allem auf den Einsatz steriler Männchen.

Woher kommt der neue Befall?

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Seit 2025 breitet sich der Parasit von Mittelamerika über Mexiko nach Norden aus. In Mexiko wurden seit November 2024 mehr als 27.000 Fälle registriert. Die US-Regierung hält die Grenze für Viehimporte aus dem südlichen Nachbarland deshalb seit mehr als einem Jahr geschlossen.

Wie reagiert die betroffen US-Bundesstaaten?

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat für die betroffenen Countys den Katastrophenfall ausgerufen. „Es ist davon auszugehen, dass sich die Krankheit im Laufe des Sommers ausbreiten wird“, erklärte Abbott. Um das möglichst zu verhindern, verhängten die Behörden in beiden Bundesstaaten Sperrzonen um den Ort des Befalls mit einem Radius von 20 Kilometern. Neben Rindern und anderen Warmblütern befürchten Wissenschaftler, dass die Schraubenwurmfliege auch die Millionen wildlebender Hirsche in Texas treffen könnte.

Wie reagiert das Nachbarland Kanada?

Kanada hat ein Importverbot verhängt und die die Einfuhr von Rindern, Pferden und anderen Nutztieren aus Texas gestoppt. In den vergangenen Jahren ist in Kanada die Zahl der Importe aus den USA gestiegen. Nach Angaben des kanadischen Landwirtschaftsministeriums wurden 2025 rund 550.000 Rinder aus den USA importiert.

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