Hai-Babys in Gefahr: Wie die Ozeanerwärmung bereits den Embyos zusetzt | The Weather Channel
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Hai-Babys in Gefahr: Wie die Ozeanerwärmung bereits den Embyos zusetzt

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Der Hai gilt als DAS Raubtier der Meere. Auch wenn wir in unseren Köpfen ein bedrohliches Bild von ihm haben, sind Haie doch ungemein wichtig für die Weltozeane. Ohne die Raubtiere würde das Ökosystem der Meere kollabieren. Ein unvorstellbarer Gedanke, der jedoch gar nicht mehr so unwahrscheinlich zu sein scheint. Denn nicht jedes Meerestier kann sich an die Erwärmung des Wassers anpassen.

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Untersuchung von 27 Embryonen des Epaulettenhais

Carolyn Wheeler von der James Cook University und ihr Team haben sich die zukünftigen Auswirkungen der steigenden Temperaturen auf das Embryonalstadium - das wohl empfindlichste Stadium der Entwicklung - von eierlegenden Haien angesehen. Dafür untersuchten sie 27 Embryonen des Epaulettenhais - eine Art, die nur im Great Barrier Reef vorkommt - auf Wachstum, Entwicklung und physiologische Leistung.

"Je heißer die Bedingungen, desto schneller ging alles“

Wheeler zufolge testeten sie die Hai-Embryonen in Gewässern mit einer Temperatur von bis zu 31 Grad Celsius. Co-Autorin Jodie Rummer sagt, dass die Gewässer des Great Barrier Reefs bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich Werte nahe oder sogar über 31 Grad Celsius erleben werden. Dabei fand das Team heraus, dass sich die Embryonen bei steigender Temperatur ungewöhnlich schnell entwickeln. "Je heißer die Bedingungen, desto schneller ging alles“, fasst Wheeler die Ergebnisse der Untersuchungen zusammen. Die Embryonen wuchsen und verbrauchten ihren Dottersack schneller. Das führte dazu, dass sie früher als üblich schlüpften.

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Die Schlüpflinge waren daher nicht nur kleiner, sondern hatten zudem einen erheblichen Energiemangel. Wheeler und ihr Team stellten daraufhin die Hypothese auf, dass sich bei 31 Grad Celsius Wassertemperatur die Entwicklungsmerkmale dieser Haiart negativ auswirken.

Zukünftige Ökosysteme in Gefahr

Dabei ist der Epaulettenhai bekannt für seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Veränderungen. „Wenn also diese Art mit der Erwärmung des Wassers nicht zurechtkommt, wie wird es dann anderen, weniger toleranten Arten ergehen?", fragt sich Wheeler. Jodie Rummer sieht die steigenden Meerestemperaturen als eine Bedrohung für die Zukunft aller Haie - sowohl der eierlegenden als auch der lebendgebärenden Arten. "Unsere zukünftigen Ökosysteme hängen davon ab, dass wir dringend Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel zu begrenzen", so Rummer.

Quelle: ARC Centre of Excellence for Coral Reef Studies, Scientific Reports

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