Badeverbot im Rhein: Düsseldorf und Neuss handeln | Weather.com

Badeverbot im Rhein – Städte reagieren auf tödliche Gefahr

Ausgerechnet in der heißesten Woche kommt das Badeverbot. Strömungen im Rhein sind lebensgefährlich – auch im flachen Wasser.

 Baden im Rhein
Kann ein teurer und lebensgefährlicher Spaß werden: Ein Mann schwimmt verbotenerweise am Paradiesstrand im Rhein bei Düsseldorf. Auch in Neuss wurde nun ein Badeverbot im Rhein erlassen
(Gianni Gattus/dpa)

Ausgerechnet in der bisher heißesten Woche des Jahres haben Düsseldorf und Neuss ein dauerhaftes Badeverbot für den Rhein verhängt. Grund sind gefährliche Strömungen, die selbst im flachen Wasser zur tödlichen Falle werden können.

Warum gilt das Verbot?

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf zog die Konsequenzen aus mehreren tödlichen Badeunfällen in diesem Sommer. „Trotz Schildern, trotz Warnhinweisen, trotz Social-Media-Kampagnen, trotz persönlicher Ansprachen sind immer wieder Menschen in den Rhein gegangen und haben diese Lebensgefahr unterschätzt“, sagte Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller dem Sender WDR 5.

Gefahr lauert auch im knöcheltiefen Wasser

Kurz nach Düsseldorf folgte Neuss. Dort ist das Baden im Rhein nun im gesamten Stadtgebiet untersagt. Neuss’ Bürgermeister Reiner Breuer warnte, selbst im knöcheltiefen Wasser könne man von Strömungen erfasst werden, das Gleichgewicht verlieren und in den Fluss gezogen werden.

Welche Strafen drohen?

In Düsseldorf werden Verstöße mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet. Auch Neuss kündigte Kontrollen und entsprechende Strafen an.

Wie geht es weiter?

Keller zufolge denken fast alle benachbarten Kommunen über ähnliche Regelungen nach. Rettungsdienste und Feuerwehren warnen seit Jahren vor den Gefahren des Rheins. Immer wieder ertrinken Menschen in dem Fluss, weil sie seine Strömung unterschätzen.

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