Hitzewelle: Wann wird Hitze gefährlich? | Weather.com
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Hitzetag, Hitzewelle, Tropennacht: Wann wird Hitze gefährlich?

Wenn die Temperaturen über 30 Grad erreichen, ist schnell von einer Hitzewelle die Rede. Meteorologisch gesehen ist aber nicht jeder heiße Tag automatisch eine Hitzewelle.

Bei Höchstwerten über 30 Grad spricht man von einem Hitzetag.
(TWC)

Tatsächlich gibt es wichtige Unterschiede zwischen einem Hitzetag und einer Hitzewelle, die auch für Gesundheitsrisiken eine Rolle spielen.

Hitzetage in Deutschland ab 30 Grad

In Deutschland gilt ein Tag als Hitzetag, wenn die Höchsttemperatur mindestens 30 Grad erreicht. Diese Definition verwendet der Deutsche Wetterdienst (DWD) seit vielen Jahren für klimatologische Auswertungen.

Über 30 Grad in Deutschland: Wann ist es eine Hitzewelle?

Von einer Hitzewelle sprechen Meteorologen dagegen erst, wenn die hohen Temperaturen über mehrere Tage hinweg anhalten. Eine europaweit einheitliche Definition gibt es zwar nicht, doch in der Regel wird von einer Hitzewelle gesprochen, wenn ungewöhnlich hohe Temperaturen mehrere Tage oder sogar Wochen andauern und deutlich über dem für die jeweilige Region üblichen Niveau liegen.

Ob Hitze gefährlich wird, hängt dabei nicht allein von der gemessenen Temperatur ab. Entscheidend ist vielmehr, wie stark der menschliche Körper durch Hitze belastet wird und ob er ausreichend Zeit zur Erholung bekommt.

Was sind tropische Nächte?

Besonders problematisch sind langanhaltende Hitzeperioden, bei denen auch nachts kaum Abkühlung eintritt. Meteorologen sprechen dann von sogenannten Tropennächten. Dabei sinken die Temperaturen auch nachts nicht unter 20 Grad.

Hitzestress: Wann wird Hitze zum Gesundheitsrisiko?

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30 Grad fühlen sich nicht immer gleich an. So kann ein schwüler Tag mit 30 Grad deutlich belastender wirken als trockene Hitze bei 35 Grad. Das liegt vor allem an der Luftfeuchtigkeit.

Der menschliche Körper kühlt durch Schwitzen ab. Ist die Luft jedoch bereits mit Feuchtigkeit gesättigt, verdunstet der Schweiß schlechter und die Kühlwirkung nimmt ab. Die gefühlte Temperatur steigt dadurch oft deutlich über die tatsächlich gemessene Lufttemperatur. Auch Wind spielt eine wichtige Rolle: Während eine leichte Brise für Abkühlung sorgt, kann stehende Luft die Hitzebelastung zusätzlich verstärken.

Hitzewellen in Europa nehmen zu

Ein Blick in die Wettergeschichte zeigt, dass Hitzewellen in Europa keine neue Erscheinung sind. Dennoch haben sich außergewöhnlich heiße Sommer in den vergangenen Jahrzehnten gehäuft.

Besonders prägend war die Hitzewelle 2003, die weite Teile Europas erfasste und als eine der schwersten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt. Zudem zeigen Klimadaten, dass die Zahl heißer Tage und längerer Hitzeperioden in vielen Regionen Europas zunimmt.

Hitzerekord im Juni 2026 aufgestellt

In Deutschland folgten weitere außergewöhnliche Hitzejahre, darunter die Sommer 2018, 2019 und 2022. Im Juli 2019 wurde mit 41,2 Grad in Nordrhein-Westfalen der bislang höchste offiziell Wert in Deutschland gemessen. Dieser wurde aber am vergangenen Sonntag nun eingestellt.

Der Deutsche Wetterdienst hat nach vorläufigen Angaben in Neißemünde im brandenburgischen Landkreis Oder-Spree mit 41,7 Grad die bis dahin höchste Temperatur in Deutschland registriert.

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