Wetterphänomen verstärkt Sturm an der Ostsee | Weather.com
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Schwere Böen an der Ostsee: Wetterphänomen verstärkt den Sturm

Ein ungewöhnliches Wetterphänomen sorgt derzeit für eine markante Wetterlage über Nordeuropa: der Fujiwara-Effekt.

Über Skandinavien befinden sich derzeit mehrere Tiefdruckkerne, die umeinander kreisen.
Über Skandinavien sind die beiden Tiefdruckkerne gut zu erkennen.
(TWC)

Der Fujiwara-Effekt beeinflusst die Entwicklung mehrerer Tiefdruckwirbel über Skandinavien. Dabei drehen sich die Tiefs umeinander und können sich gegenseitig verstärken. Die Folge ist ein kräftiges Sturmtief, das in Richtung Ostseeküste zieht, und vor allem dem Norden Deutschlands stürmisches Wetter bringt.

Was ist der Fujiwara-Effekt?

Der Fujiwara-Effekt ist ein besonderes Phänomen in der Atmosphäre, das normalerweise bei tropischen Wirbelstürmen vorkommt. Er tritt auf, wenn sich zwei Tiefdruckwirbel in unmittelbarer Nähe befinden und beginnen, umeinander zu kreisen. Dadurch können sie ihre Entwicklung gegenseitig beeinflussen. Und die Systeme können sogar miteinander zu einem kräftigen Tief verschmelzen.

Genau das passiert derzeit über Skandinavien. Aus mehreren Tiefkernen entwickelt sich ein dominanter Wirbel, der sich weiter verstärkt und Richtung Ostseeküste zieht.

Das Sturmtief zieht in die Ostsee.
(TWC)

Ostseeküste bekommt den Sturm zu spüren

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Deutschland liegt zwar nicht direkt im Zentrum des Sturmtiefs, bekommt die Auswirkungen aber deutlich zu spüren. Durch den starken Unterschied im Luftdruck zwischen dem Tief über dem Norden und einem Hochdruckgebiet über dem Atlantik entsteht eine kräftige West- bis Nordwestströmung.

Besonders betroffen sind die Küstenregionen an der Ostsee. Dort sind heute und auch am Mittwoch kräftige Böen möglich. Vor allem auf den Inseln, an exponierten Küstenabschnitten und in freien Lagen kann es stürmisch werden. Einzelne schwere Sturmböen sind an der Ostseeküste nicht ausgeschlossen.

Wann lässt der Sturm nach?

Der stärkste Wind tritt vor allem am Dienstag und Mittwoch auf. Danach schwächt sich der Druckunterschied zwischen Tief und Hoch allmählich ab, sodass der Wind im Binnenland wieder nachlässt. An den Küsten kann es jedoch noch länger windig bleiben.

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