Garten im November: Vorbereitung für die Winterruhe | Weather.com
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Gartenarbeit im November: Vorbereitung für die Winterruhe

Cleaning up autumn fallen leaves. A pile of fallen leaves is collected with a rake on the lawn in the park. Seasonal gardening. Concept of volunteering.
Der November ist der Aufräum-Monat im Garten - doch dabei gibt es einiges zu beachten
(GettyImages)

Wenn im November endgültig die Blätter von den Gehölzen gefallen sind, heißt es im Garten: Aufräumen! „Das gilt vor allem für den Rasen“, sagt Hans-Christian Eckhardt, Gärtnermeister und Geschäftsführer des Betriebs Gärten von Eckhardt. „Das Laub sollte vom Rasen runter, damit es darunter nicht nass und matschig wird und der Rasen nicht erstickt.“

Laub kann im Garten bleiben – nur nicht auf dem Rasen

Die abgesammelten Blätter könnten dann – je nach Platz – gerne im Garten selbst verbleiben. „Sie können zum Beispiel in einer Ecke im Garten kompostiert werden und dort auch Tieren Schutz bieten, oder auch auf die Beete verteilt werden. Andernfalls sollen die Blätter in die Biotonne geworfen oder zum Wertstoffhof gebracht werden“, erklärt der Gartenexperte. Und fügt hinzu. „Bitte nicht in den Restmüll – dafür sind sie zu schade und ein zu guter Kompostbringer.“

Alte Blütenstände dienen Insekten als Brutstätte

In Ruhe lassen sollten Hobbygärtner laut Eckhardt Stauden, Sommerblumen und Gehölze. „Früher wurden die Gärten oft richtig sauber gemacht, alles runtergeschnitten und mit Mulch abgedeckt. Das ist heute anders: Mittlerweile wird geraten, wirklich nur noch das rauszunehmen und abzuschneiden, was sehr unschön aussieht“, meint er. „Der Rest kann stehengelassen werden und ist in mehrerlei Hinsicht ein Gewinn: Für die Insekten, weil sie in den alten Blütenständen ihre Larven ablegen können und für die Menschen, weil es auch schön aussieht, wenn sich auf den Stängeln Reif bildet oder Schnee liegen bleibt. Komplett aufräumen sollten man erst nach den ersten warmen Tagen im Frühjahr.“

Einige Gehölze können noch geschnitten werden

Die Gartenschere ansetzen dürfen Pflanzenfreunde hingegen bei einigen Gehölzen – wie Forsythien, Weigelien oder auch Obstbäumen. „Hier ist es wichtig, Luft in den Strauch zu bekommen“, so der Gärtnermeister. „Wie genau die Gehölze geschnitten werden sollen, lässt sich pauschal nicht sagen. Früher hieß es, ‚Man muss einen Hut durch den Strauch werfen können, aber das ist natürlich nicht allgemein gültig.“ Wichtig sei, sich zu informieren, ob die betroffene Pflanze am ein- oder zweijährigen Holz blühe. Dann mit einer scharfen Gartenschere ein sauberer Schnitt machen, damit die Pflanze die Wunde rasch schließen könne. „Ein Chirurg nimmt ja für einen Schnitt auch kein altes Küchenmesser, sondern ein Skalpell“, erläutert der Experte lachend.

Guter Zeitpunkt für Neu- und Umpflanzung von Gehölzen

Für die Neu- und Umpflanzung von Gehölzen, ist jetzt laut Eckhardt die beste Zeit, damit diese vor dem Frühling noch Wurzeln ausbilden können. Dabei gilt: Das Pflanzloch soll ein Drittel größer sein als der Ballen und es soll Kompost mit unter die Erde gemischt werden. Für bunte Farbtupfer sorgen Spätblüher wie Heidekraut oder Gaultheria, die auch im Topf stehen können.

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Damit der Boden in den Beeten im Winter vor Frost geschützt ist, sollte neben der „unsauberen Schicht“ aus Blättern und abgefallenen Pflanzenresten auch eine Mulchschicht aufgetragen werden, die dann im Frühjahr eingeharkt werden kann. „So wird der Boden auch vor Starkregen geschützt“, ergänzt Eckhardt. Düngen sei hingegen nicht mehr notwendig.

Werkzeug und Gartenmöbel winterfit machen

Apropos Gartenschere: Im noch nicht so frostigen November ist laut Eckhardt auch die beste Zeit, sich um das Equipment zu kümmern. „Dazu gehört etwa das Stilllegen der Bewässerung“, sagt er. „Dabei bitte auch den Schlauch auspusten, damit da kein Wasser mehr drin steht.“ Mährroboter und herkömmliche Rasenmäher sowie alle weiteren Geräte sollten gereinigt, gegebenenfalls repariert und eingelagert werden.

T​eakholz braucht Salz

Auch Gartenmöbel sollten gesäubert und trocken für den Winter verpackt werden. Für Teakholzmöbel hat Eckhardt einen besonderen Tipp: Damit deren Maserung wieder schön zu sehen ist, sollten die Möbel mit einer Kochsalzlösung – 100 Gramm Salz auf fünf Liter Wasser – geschrubbt und anschließend mit viel Wasser abgespült werden. Wichtig: Die Möbel müssen vor der Behandlung ordentlich nass sein.

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