Ausnahmezustand: Eissturm legt USA lahm | Weather.com
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Ausnahmezustand: Wintersturm legt USA lahm

In den USA hat ein heftiger Wintersturm weite Teile des Landes lahmgelegt und bereits mehrere Todesopfer gefordert.

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Menschenleere Straßen und verlassene Flughäfen und Bahnhöfe: Das öffentliche Leben in weiten Teilen der USA ist zum Erliegen gekommen. Grund dafür ist einer der heftigsten Eisstürme der vergangenen Jahrzehnte. Betroffen sind vor allem der Süden, der Mittlere Westen und die Ostküste. Mehr als 200 Millionen Amerikaner leiden unter dem Wintersturm – das ist mehr als die Hälfte der US-Bevölkerung.

Dutzend Tote durch Wintersturm

Medien berichten unter Berufung auf örtliche Behörden von mindestens elf bis 13 Toten in fünf Bundesstaaten, wobei die genauen Zahlen schwanken, da nicht alle Todesfälle eindeutig dem Extremwetter zugeordnet werden können. In New York wurden fünf Menschen tot im Freien gefunden, bei denen Unterkühlung als Ursache vermutet wird.

Auch in Kansas, Michigan, Texas und im Bundesstaat Louisiana starben mehrere Menschen vermutlich an Unterkühlung; in Louisiana wurden bereits am Sonntag zwei Tote offiziell bestätigt. Hinzu kommen Todesopfer durch wetterbedingte Verkehrsunfälle auf eisglatten Straßen in Texas und Tennessee. Tragisch endete zudem eine Schlittenfahrt in Arkansas, bei der ein 17-Jähriger, der sich auf einem Schlitten von einem Quad ziehen ließ, gegen einen Baum prallte und noch am Unfallort starb.

Stromleitungen brechen unter der Schnee- und Eislast zusammen

Der Wintersturm, einer der schwersten der vergangenen Jahrzehnte, legt in den betroffenen Regionen das öffentliche Leben lahm. Hunderttausende bis zeitweise rund eine Million Menschen waren ohne Strom, weil Schneelast und Eis oberirdische Leitungen beschädigten oder Bäume umstürzen ließen.

Mehrere Bundesstaaten rufen Notstand aus

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In vielen Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen, um Hilfsmaßnahmen zu beschleunigen. Behörden und Regierung riefen die Menschen auf, möglichst zu Hause zu bleiben.

Flughäfen wie der Reagan Airport in Washington sind nahezu ausgestorben, zahlreiche Flüge wurden gestrichen, und auch in anderen Metropolen kommt der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen. Straßen und Gehwege sind teils menschenleer und wegen hoher Schneedecken kaum noch erkennbar.

Schulen fallen aus, NBA-Spiele wurden abgesagt

Schulen in vielen Großstädten bleiben geschlossen, selbst der Profisport ist betroffen: Die Basketball-Liga NBA musste Spiele absagen, weil Teams nicht anreisen konnten.

dpatopbilder - 25.01.2026, USA, Washington: Menschen spielen im Schnee an der National Mall, während starker Schneefall Washington, D.C.. Foto: Mehmet Eser/ZUMA Press Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Menschen lieferten sich am Sonntag eine Schneeballschlacht an der National Mall in Washington, D.C. während der starken Schneefälle.
( Mehmet Eser/ZUMA Press Wire/dpa)

Trotz der angespannten Lage prägen auch ungewöhnliche Winterszenen das Bild: In New York fahren Menschen Ski durch die Stadt, in Washington rodeln Kinder an den verschneiten Hängen des US-Kapitols. Der Nationale Wetterdienst warnt jedoch weiter vor Eisregen und extremer Kälte, die auch in den kommenden Tagen anhalten sollen, während sich der Sturm allmählich von der Ostküste in Richtung Atlantik verlagert. Millionen Amerikaner müssen daher weiterhin mit erheblichen Einschränkungen im Alltag rechnen.

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