Flutkatastrophe in Dagestan: Tote und Tausende Evakuierte | Weather.com
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Staumauer bricht in Dagestan: Tote, Vermisste und Tausende Obdachlose

Die russische Teilrepublik Dagestan im Nordkasus am Kaspischen Meer erlebt beispiellose Überschwemmungen. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Es gibt Tote und Vermisste.

Vergessene Region: Dagestand grenz im Süden an Aserbaidschan und Georgien, im Westen an Tschetschenien und hat eine lange Küste am Kaspischen Meer. Die Menschen kämpfen seit Ende März gegen Überschwemmungen.
(Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa )

Schwere Regenfälle haben in der russischen Teilrepublik Dagestan im Nordkaukasus eine beispiellose Flutkatastrophe ausgelöst. An einem Stausee in der Region Derbent brach eine Mauer. Eine Frau und ihre Tochter seien von den Fluten mitgerissen und spät tot gefunden worden, teilten die Behörden mit. Mehr als 4.000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie das russische Zivilschutzministerium mitteilte. Etwa 2.000 Häuser seien überschwemmt worden. Es gebe Vermisste. Die Region am Kaspischen Meer ist auch bei Touristen beliebt.

Wohnhäuser und wichtige Brücke stürzen ein

Überschwemmungen gab es auch in der Hauptstadt Machatschkala - das örtliche Nachrichtenportal "Golos Dagestana" (auf Deutsch: Die Stimme Dagestans) berichtete, dass dort Wohnhäuser einsturzgefährdet seien. Auf Videos in sozialen Netzwerken war zu sehen, wie ganze Gebäude in den Fluten versanken. Auch eine Brücke stürzte demnach ein auf der Trasse "Kawkas", die von strategischer Bedeutung für die Region ist.

Es drohen weitere Erdrutsche, Steinschlag und Schlammlawinen

Zur Überwachung der Lage seien Hubschrauber im Einsatz, hieß es. Die Behörden richteten Notunterkünfte ein. «Laut Vorhersage wird es in der Region weiterhin regnen; in einigen Gebieten sind Regengüsse und Windböen von bis zu 20 Meter pro Sekunde zu erwarten», teilte das Ministerium weiter mit. «Es besteht weiterhin die Gefahr von Erdrutschen, Steinschlag und Schlammlawinen.»

Ausnahmezustand in vielen Teilen Dagestans

Die heftigen Regenfälle machen den Menschen im Nordkaukasus schon seit Ende März zu schaffen. Die Überflutung auch von Umspannwerken führte zu Stromausfällen in vielen fast zwanzig Bezirken Dagestans. Die Behörden der Republik verhängten den Ausnahmezustand unter anderem in Machatschkala, Chassawjurt, Kaspijsk und in der Region Derbent.

Mehr als 3.300 Menschen wurden bereits Ende März aus den überfluteten Gebieten in Sicherheit gebracht. Da war auch die Rede von 3.500 überschwemmten Häusern. Die Behörden der Region gaben an, dass für Entschädigungen für den Verlust von Wohnraum und für die Grundsanierung der beschädigten Häuser mehr als vier Milliarden Rubel (rund 43 Millionen Euro) erforderlich seien. Inzwischen dürfte die Schadensumme deutlich höher liegen.

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