Schwüles Wetter: Wo wird es besonders drückend? | Weather.com
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Schwüles Wetter: Zum Wochenende wird die Luft besonders drückend

Zum Wochenende wird es in Deutschland nicht nur heiß, sondern vielerorts auch unangenehm drückend.

Europakarte mit farbigen Temperaturzonen und markierten Städtenamen.
Heiße Luftmassen fluten Deutschland zum Ende der Woche
(TWC)

Vor allem im Norden und Westen Deutschlands könnten die Taupunktwerte auf ungewöhnlich hohe Werte steigen. Das belastet nicht nur das Wohlbefinden, sondern kann auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Wer in den kommenden Tagen das Gefühl hat, dass die Luft zum Schneiden dick ist, liegt damit nicht falsch. Verantwortlich für das drückende Wetter ist vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit. Meteorologisch betrachtet entsteht Schwüle dann, wenn die Luft bereits so viel Wasserdampf enthält, dass sie sich der Nebelbildung annähert.

Luftfeuchtigkeit: Warum ist Schwüle so belastend?

Entscheidend für die Wahrnehmung von Schwüle ist nicht die relative Luftfeuchtigkeit, sondern der Taupunkt. Er gibt die Temperatur an, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt wäre und sich Nebel bilden würde. Vereinfacht ausgedrückt: Kühlt die Luft bei einem Taupunkt von 13 Grad auch genau auf 13 Grad ab, kann sie die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Es bilden sich Nebel oder Tau.

Ab einem Taupunkt von etwa 16 Grad Celsius empfinden viele Menschen die Luft als schwül. Je geringer der Unterschied zwischen der tatsächlichen Lufttemperatur und dem Taupunkt ausfällt, desto drückender wirkt die Atmosphäre.

Wo wird es jetzt besonders schwül in Deutschland?

Genau solche Bedingungen stellen sich in Deutschland in den kommenden Tagen zunehmend ein. Ursache ist ein Hochdruckkeil, der zum Wochenende heiße und zugleich feuchte Luft nach Deutschland lenkt. Während die Taupunktwerte am Mittwochnachmittag in weiten Teilen des Landes noch bei rund 15 Grad liegen, bleibt die Luft im Nordosten mit Werten um 9 Grad vergleichsweise angenehm.

Bereits am Donnerstag verschärft sich die Situation jedoch deutlich. Im Tagesverlauf steigen die Taupunktwerte vielerorts auf etwa 18 Grad an. In Nordrhein-Westfalen und im südlichen Niedersachsen sind sogar Werte von knapp 20 Grad möglich. Die Luft wird dort bereits spürbar drückend und belastend.

Schwüle erreicht Höhepunkt am Freitag

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Den Höhepunkt der Schwüle erwarten die Wettermodelle am Freitag. Während sich die Lage in Teilen Süddeutschlands mit Taupunktwerten um 15 Grad etwas entspannt, wird es in der Nordhälfte Deutschlands zunehmend unangenehm. Besonders entlang der Nordseeküste sowie in Städten wie Bremen und Hamburg könnten Taupunkte von bis zu 24 Grad erreicht werden.

Wetterkarte von Deutschland mit grüner Farbskala und Städtenamen, die Schwülegrade am Freitagabend zeigen
Die größte Schwüle erwartet uns am Freitag in Deutschland.
(TWC)

Auch in Nordrhein-Westfalen steigt die Schwüle-Gefahr zum Abend hin deutlich an. Das europäische Wettermodell ECMWF berechnet für Ostwestfalen beim Taupunkt sogar Spitzenwerte von bis zu 25 Grad. Solche Werte gelten als außergewöhnlich hoch und werden von vielen Menschen als extrem schwül wahrgenommen. Auch für Sachsen-Anhalt sehen einige Wettermodelle Taupunkte deutlich oberhalb der 20-Grad-Marke.

Am Samstag bleibt die Luft vor allem in der Nordhälfte Deutschlands weiterhin drückend. Dort werden Taupunktwerte um 20 Grad erwartet. Im Südwesten könnte die Luft dagegen wieder deutlich trockener werden, teilweise mit einstelligen Taupunktwerten. Allerdings sind die Prognosen für diesen Zeitraum noch mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

Gesundheitliche Risiken durch Schwüle

Besonders schwüle Luft kann den menschlichen Organismus erheblich belasten. Bei hohen Temperaturen versucht der Körper, sich durch Schwitzen abzukühlen. Ist die Luft jedoch bereits sehr feucht, verdunstet der Schweiß langsamer. Die natürliche Kühlung funktioniert dadurch schlechter, der Körper produziert noch mehr Schweiß und die Hitze wird als besonders drückend empfunden. Vor allem bei wenig Wind verstärkt sich dieser Effekt.

Die gesundheitlichen Folgen können erheblich sein. Schwüle erhöht das Risiko einer Überhitzung des Körpers und kann Kreislaufprobleme, Schwindel, Hitzschlag oder sogar einen Kreislaufkollaps begünstigen. Zudem steigt insbesondere bei vorbelasteten Menschen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

So schützt man sich bei schwülem Wetter

Um gesundheitliche Risiken zu vermeiden, empfehlen Experten, anstrengende körperliche Aktivitäten während schwül-heißer Wetterlagen möglichst zu reduzieren. Wer sich unwohl fühlt, sollte schattige oder klimatisierte Orte aufsuchen und ausreichend trinken. Da der Körper beim Schwitzen nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe verliert, eignet sich mineralstoffreiches Mineralwasser besonders gut, um den Flüssigkeitshaushalt auszugleichen.

Von eiskalten Getränken raten Fachleute dagegen eher ab. Sie erwärmen sich im Magen rasch auf Körpertemperatur und können dem Körper das Signal geben, zusätzliche Wärme zu produzieren. Dadurch wird die Hitzebelastung unter Umständen sogar verstärkt, statt gelindert.

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