Höchste Waldbrandgefahr: Diese Bundesländer sind betroffen | Weather.com
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Höchste Waldbrandgefahr: Diese Bundesländer sind betroffen

In mehreren Regionen Deutschlands wird in den kommenden Tagen die höchste Warnstufe beim Waldbrandgefahrenindex erreicht. Besonders betroffen sind Orte in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Bayern.

Ein Schild weist auf das Lagerfeuer-Verbot hin. Langanhaltende Trockenheit lässt das Waldbrandrisiko steigen. Foto: Nicolas Armer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ein Schild weist auf das Lagerfeuer-Verbot hin. Langanhaltende Trockenheit lässt das Waldbrandrisiko steigen
(Nicolas Armer/dp)

Mit den ersten sommerlichen Tagen verschärft sich in Teilen Deutschlands die Waldbrandgefahr. Besonders betroffen sind derzeit der Süden und der Osten Deutschlands.

In Brandenburg galt über das Pfingstwochenende in fast allen Landkreisen die zweithöchste Warnstufe 4, lediglich in Prignitz und Ostprignitz-Ruppin wurde Stufe 3 ausgewiesen. Auch in Bayern ist die Lage angespannt. Dort stuft der Deutsche Wetterdienst die Gefahr in weiten Teilen des Freistaats bereits als hoch ein. In den kommenden Tagen könnte sich die Situation weiter zuspitzen:

Hier droht die Waldbrandgefahr der höchsten Stufe 5

Bayern

  • Regensburg – Mittwoch, 27.05.
  • Aldersbach-Kramersepp Mittwoch, 27.05.

Brandenburg

  • Cottbus Mittwoch, 27.05
  • Berlin Brandenburg (Flughafen) – Freitag, 29.05., und Samstag, 30.05.
  • Holzdorf-Bernsdorf – Freitag, 29.05., und Samstag, 30.05.

Sachsen

  • Hoyerswerda – Freitag, 29.05., und Samstag, 30.05.
  • Bad Muskau – Samstag, 30.05.

Sachsen-Anhalt

  • Seehausen – Samstag, 30.05.
  • Demker – Samstag, 30.05.

Die kritischsten Regionen liegen damit vor allem in Ostdeutschland sowie in Teilen Bayerns. Besonders auffällig ist, dass Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt mehrfach die Stufe 5 erreichen.

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Doch nicht nur in den besonders betroffenen Regionen mit Stufe 5 ist die Lage angespannt: Auch darüber hinaus bleibt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Deutschlands hoch.

Zweithöchste Warnstufe in 13 Bundesländern

Im Zeitraum von Dienstag, 26. Mai, bis Samstag, 30. Mai, wird in 13 von 16 Bundesländern örtlich Stufe 4 und damit eine hohe Waldbrandgefahr erreicht. Betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Nur in Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen wird diese Stufe dem DWD zufolge nicht erreicht.

Hitze und Trockenheit verschärfen Waldbrandgefahr

Hintergrund der angespannten Lage sind hohe Temperaturen, Trockenheit und fehlender Niederschlag. In Brandenburg sind ab Warnstufe 3 bereits Überwachungssysteme in Betrieb, außerdem werden dort die Waldbrandzentralen besetzt. Dass die Gefahr real ist, zeigte zuletzt der erste große Waldbrand des Jahres im bei Jüterborg in Brandenburg, bei dem auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz mehr als 150 Hektar betroffen waren.

Auch in Bayern herrscht eine angespannte Lage, nachdem Anfang Mai auf dem Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen ein Waldbrand ausgebrochen war, der nur unter größten Schwierigkeiten gelöscht werden konnte. In dem steilen und unwegsamen Gelände des Bergs kamen unter anderem Löschhubschrauber zum Einsatz, der Katastrophenfall wurde ausgerufen. Ein Problem waren und sind verborgene Glutnester, die sich im Inneren dicker Bäume, in Wurzelstöcken oder unter der Erde befinden.

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Verhaltensregeln zum Vermeiden von Waldbränden

Die Behörden rufen daher zu besonderer Vorsicht auf. Damit keine Brände entstehen, hat das bayerische Forstministerium Verhaltenshinweise veröffentlicht. Demnach darf zwischen März und Oktober im Wald nicht geraucht werden. Beim Autofahren dürfen keine Zigarettenkippen aus dem Fenster geworfen werden. Im Wald und in Waldnähe sind keine offenen Feuer erlaubt. Und: Autos dürfen nicht auf trockenem Gras parken, denn ein erhitzter Katalysator könnte dort ein Feuer entzünden.

Grundsätzlich solle man so parken, dass Einsatzfahrzeuge nicht behindert würden, heißt es vom Ministerium. Wer Rauch oder Flammen entdeckt, soll sofort die 112 anrufen.

In die Bewertung der Waldbrandgefahr fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein. Der Waldbrandgefahrenindex des DWD reicht von Stufe 1 - sehr geringe Gefahr - bis Stufe 5 - sehr hohe Gefahr.

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