Warum 2026 ein Jahr mit 13 Vollmonden ist | Weather.com
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Warum 2026 plötzlich 13 Vollmonde am Himmel stehen

Der Grund ist kein seltenes Himmelswunder, sondern ein Kalendereffekt: Der Mondrhythmus passt nicht exakt in unser Jahr.

Unter dem Etikett „Altes Wissen“ werden in den heutigen Mondkalendern viele moderne Aussagen und Bedürfnisse transportiert.
Gute Nachrichten für Vollmond-Fans: Im Jahr 2026 gibt es 13 Vollmonde.
(GettyImages)

Zwölf Vollmonde im Jahr erscheinen uns als Normalfall – jeden Monat leuchtet einer vom Nachthimmel. Tatsächlich trifft das sehr oft zu. Das Jahr 2026 jedoch bringt 13 Vollmonde hervor, weil sich der Mond nicht nach unserem Kalender richtet. Er folgt seinem eigenen astronomischen Rhythmus.

Von einem Vollmond zum nächsten vergehen im Mittel rund 29,5 Tage. Zwölf solcher Mondzyklen ergeben 354 Tage. Ein Kalenderjahr dauert aber gut 365 Tage. So entsteht ein Versatz von rund elf Tagen. Irgendwann reicht dieser Unterschied dafür, dass ein zusätzlicher Vollmond im Jahr auftritt.

Zwei Mal Vollmond im Mai

2026 lässt sich dieser Effekt gut beobachten. Der erste Vollmond, der sogenannte Wolfsmond, fiel auf den 3. Januar. Danach folgten weitere am 1. Februar und am 3. März. Die nächsten im Frühjahr sind am 2. April und am 1. Mai zu beobachten. Weil zwischen zwei Vollmonden nur knapp 30 Tage liegen, erscheint noch vor Monatsende im Mai ein weiterer: und zwar am 31. Mai. Genau dieser zweite Vollmond im Mai macht aus 2026 ein Jahr mit 13 Vollmonden. Genau deshalb ist 13 Vollmonde 2026 kein Mysterium, sondern eine rechnerisch gut erklärbare Folge des Mondzyklus.

Wie oft gibt es den Blue Moon?

Der zusätzliche Vollmond in einem Kalendermonat wird heute meist Blue Moon genannt. Gemeint ist damit der zweite Vollmond innerhalb eines Monats. Dieser Name klingt spektakulär, führt aber leicht in die Irre. Blue Moon bedeutet nicht, dass der Mond wirklich blau leuchtet. Der Ausdruck wird oft mit der englischen Redewendung "once in a blue moon" verbunden, also mit etwas, das nur selten vorkommt. So selten ist dieses Phänomen allerdings nicht. Denn ein vergleichbares Beispiel gab es vor drei Jahren, im Jahr 2023: Damals stand am 31. August ebenfalls ein Blue Moon am Himmel. Der nächste Blue Moon nach dem 31. Mai 2026 kommt in zwei Jahren, im Dezember 2028.

Leuchtet der Blue Moon wirklich blau?

Normalerweise nicht. Die Farbe eines Blue Moons unterscheidet sich gewöhnlich nicht von anderen Vollmonden. Allerdings gibt es tatsächlich Konstellationen, die den Mond bläulich erscheinen lassen. Das hat jedoch andere Ursachen: Dazu zählen zum Beispiel Vulkanausbrüche, große Waldbrände oder besondere Bedingungen in der Atmosphäre. Feine Partikel in der Luft können das Licht so streuen, dass der Mond vorübergehend bläulich wirkt.

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