Vollmond im Juli 2026 hängt tief über dem Horizont | Weather.com
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Halo-Alarm am Nachthimmel: So spektakulär wird die Vollmondnacht

Der Vollmond im Juli zieht 2026 ungewöhnlich flach über den Nachthimmel. Am Horizont wirkt der Bockmond oft rötlich, am besten zu sehen ist er in der Nacht zum 30. Juli.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag bleibt der Himmel weitgehend klar. Nur im Norden sind ein paar Wolken unterwegs.
So sieht der großteils klare, mitternächtliche Himmel von Mittwoch, 29. Juli auf Donnerstag, 30. Juli aus: Im Norden und Süden könnten sich wegen der Cirruswolken Halo-Lichtphänome bilden und dem Vollmond eine Art Heiligenschein verleihen.
(TWC)

Der Juli-Vollmond hat viele Namen: Bockmond, Heumond, Donnermond, Lachsmond oder Beerenmond. Hinter jeder Bezeichnung steckt ein Sommerphänomen. Bockmond weist darauf hin, dass den männlichen Hirschen im Hochsommer ein neues Geweih wächst. Heumond zielt auf die Heuernte ab, die in Deutschland in diese Wochen fällt. Und Donnermond steht für die häufigen Sommergewitter. Die Namen Lachsmond und Beerenmond stammen dagegen aus der Tradition indigener Gruppen Nordamerikas und greifen die dortige Lachswanderung und Beerenreife im Juli auf.

Magischer Anblick: Vollmond mit Heiligenschein

Im Jahr 2026 fällt der Vollmond im Juli auf Mittwoch, den 29. Juli, mit dem Höhepunkt um 16:35 Uhr MESZ. Am besten zu sehen ist er aber erst in der darauffolgenden Nacht zum 30. Juli. Denn zum Zeitpunkt der vollen Phase steht der Bockmond in Deutschland noch unter dem Horizont. Erst nach dem Mondaufgang im Osten schiebt er sich über den Horizont und wird sichtbar. Da der nächtliche Himmel weitgehend klar bleiben soll – bis auf ein paar Cirruswolken im Norden und Süden – stehen die Chancen gut für Mondbeobachter. Und es gibt noch mehr gute News: In den feinen Eiskristallen der Cirruswolken bricht sich das Mondlicht und formt mit etwas Glück einen leuchtenden Halo rund um den Mond.

Himmelsspektakel der besonderen Art: Vollmond mit Halo
(GettyImages)

Warum bleibt der Bockmond so tief über dem Horizont?

Der Bockmond bleibt auf der Nordhalbkugel ungewöhnlich flach über dem Horizont, weil er der hoch stehenden Sommersonne genau gegenübersteht. Ein Vollmond nimmt am Himmel stets die Gegenposition zur Sonne ein. Da die Sonne im Juli hoch am Nordhimmel steht, folgt der Mond einer niedrigen Bahn, die eher an die Wintersonne erinnert. Auf der Südhalbkugel, wo gerade Winter herrscht, steigt der Juli-Vollmond dagegen deutlich höher.

Der Vollmond im Juli 2026 hat viele Namen steht besonders tief am Horizont
(GettyImages)

Warum schimmert der tief stehende Mond golden bis rötlich?


Nahe dem Horizont schimmert jeder Vollmond oft golden, orange oder rötlich – nicht nur der Bockmond. Der Grund für dieses Phänomen ist: Das Licht legt nahe dem Horizont einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück. Dabei streut die Luft die blauen Anteile stärker heraus, sodass vor allem das rötlich-gelbe Licht den Betrachter erreicht. Dazu kommt die Mondtäuschung: Nahe dem Horizont vergleicht das Gehirn den Mond mit Häusern, Bäumen oder Hügeln, dadurch wirkt er größer. Seine tatsächliche Größe verändert sich jedoch nicht.

Ist der Bockmond 2026 ein Supermond?

Nein, der Bockmond 2026 ist kein Supermond. Die nächsten Supermonde des Jahres folgen erst im Spätherbst und Winter: der Bibermond am 24. November und der Kalte Mond am 23. Dezember.

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