La Niña kündigt sich an - was das für unser Wetter bedeutet | Weather.com
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La Niña kündigt sich an - was das für unser Wetter bedeutet

NOOA/CPC
Diese Tabelle der National Weather Services (NOOA) zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der La Niña (blau) in den kommenden Monaten relevant wird
(NOOA)

Das nächste La-Niña-Phänomen nimmt Fahrt auf. Nachdem es drei Jahre lang, bis Februar 2023, ungewöhnlich lang aktiv war und dann von einer starken einjährigen El-Niño-Periode abgelöst wurde, kündigte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) kürzlich das neue Klimaphänomen an - mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent für die Monate Februar bis Mai 2025 und nur schwacher Ausprägung.

La Niña 2025: spät und schwach

Anfang Januar bestätigte die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) eine Abkühlung des Wassers im zentralen äquatorialen Pazifik. Das sind die typischen Anzeichen von La Niña, die sich diesmal jedoch relativ spät im jahreszeitlichen Verlauf zeigen. Nach Einschätzung der Experten wird das Klimaphänomen im Vergleich zu den Ereignissen zwischen Ende 2020 und 2023 relativ schwach ausfallen.

Auswirkungen aufs Wetter

Die ungewöhnlich späte und nur schwache Ausprägung von La Niña verursacht voraussichtlich eher moderate Wetterveränderungen. Die Auswirkungen auf unser Winter- und Frühlingsklima schätzen Experten als weniger ausgeprägt ein. Allerdings ist derzeit besonders in Nordamerika typisches La-Niña-Wetter zu beobachten: mit heftigen Wintereinbrüchen und dramatischer Trockenheit, die in Südkalifornien zu den schweren Waldbränden in Los Angeles geführt hat.

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Europa liegt stromabwärts, auf der anderen Seite des Atlantiks. Auch bei uns ist ein relativ starkes Wettermuster auszumachen: Es kommt immer wieder zu starkem Hochdruck über Mittel- und Osteuropa, was zwar nicht direkt durch La Niña ausgelöst wird, aber von ihr unterstützt wird. Daran wird sich nach Einschätzung von TWC-Meteorologen Jan Schenk auch bis zum Ende des Winters nicht viel ändern.

Was der W​echsel von El Niño und La Niña bedeutet

La Niña ist Teil des El-Niño-Südlichen-Oszillations-Zyklus (ENSO), eines komplexen ozeanisch-atmosphärischen Systems im tropischen Pazifik. Während El Niño für überdurchschnittlich warme Meeresoberflächen steht, ist La Niña durch kühlere Temperaturen charakterisiert.

Klimaforscher beobachten den Wechsel der ENSO-Phasen aufmerksam, da er Aufschluss über Veränderungen in der Dynamik des Klimasystems geben könnte.

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