Sicher Radfahren im Herbst bei Laub und Nebel | Weather.com
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Laub, Nebel, Frost: Diese Fehler bringen Radfahrer jetzt zu Fall

Radfahren im Herbst hat mit nassem Laub, Nebel und Bodenfrost eigene Tücken. Diese Tipps helfen bei Licht, Ausrüstung und Fahrweise.

Die hohen Spritpreisen bringen immer mehr Menschen aufs Radl. Um auch im Herbst sicher anzukommen, muss man einige zusätzliche Dinge beachten.
(GettyImages)

Radfahren ist so beliebt wie noch nie – ob Renn-, Gravel-, Mountain- oder City-Bike, egal ob mit oder ohne E-Motor. Wer im Herbst weiter radelt, bleibt in Bewegung, kommt in Städten schneller ans Ziel und spart bei den hohen Spritpreisen nebenbei Geld. Die Bedingungen auf den Straßen und Wegen werden allerdings schwieriger: Auf vielen Radwegen liegt nasses Laub, morgens hängt oft Nebel über den Straßen, nach klaren Nächten droht erster Bodenfrost und abends wird es immer früher dunkel. Mit der richtigen Ausrüstung jedoch und ein paar Regeln kommt man sicher durch die Saison.

Warum ist Radfahren im Herbst gefährlicher als im Sommer?

Nasses Laub verlängert den Bremsweg, Nebel und Dunkelheit verschlechtern die Sicht. Feuchte Blätter bilden auf Straßen und Wegen eine rutschige Schicht. Auch Kopfsteinpflaster, Fahrbahnmarkierungen und Kanaldeckel werden bei Nässe schnell glatt, warnt der ADAC. Auf Landstraßen und in Waldgebieten muss man morgens und abends verstärkt mit Wildtieren rechnen. Die tief stehende Sonne blendet am Vormittag und späten Nachmittag, auch Autofahrer. Am 25. Oktober endet zudem die Sommerzeit: Ab dann wird es abends eine Stunde früher dunkel, und viele Touren enden in der Dämmerung.

Wie fährt man auf nassem Laub und in Kurven sicher?

Langsamer fahren, mehr Abstand halten und vor der Kurve bremsen statt darin. „Die meisten Stürze passieren, weil in der Kurve gebremst oder zu abrupt gelenkt wird”, sagt Fabio Tumburus, Dekra-Niederlassungsleiter in Berlin. Laubhaufen, Kanaldeckel und Markierungen umfährt man besser, statt darüber zu bremsen. E-Bike-Fahrer sollten bei rutschigen Straßen und in Kurven die Motorunterstützung herunterregeln.

Welches Licht ist beim Radfahren im Herbst Pflicht?

Vorn ein weißer Scheinwerfer, hinten ein rotes Rücklicht, dazu Reflektoren – alles mit StVZO-Zulassung. Das regelt Paragraf 67 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Sobald Dämmerung, Dunkelheit oder schlechte Sicht einsetzen, muss das Licht an sein. Akku-Leuchten sind erlaubt, wenn sie ein Prüfzeichen tragen: eine Wellenlinie, den Buchstaben K und eine Nummer. Blinkende Scheinwerfer sind verboten. Der ADFC empfiehlt für Vielfahrer einen Nabendynamo mit LED-Licht, weil er ohne Laden auskommt.

Was sollte man vor dem ersten Frost am Fahrrad prüfen?

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Reifen, Bremsen und Licht gehören jetzt auf den Prüfstand. Abgefahrene Reifen und dünne Bremsbeläge verlängern den Bremsweg auf nassem Untergrund zusätzlich. Lampen und Reflektoren sollte man regelmäßig von Schmutz befreien. Die Kette behandelt man im Winter am besten regelmäßig mit zähflüssigem Öl, rät die Dekra.

Welche Ausrüstung braucht man zum Radfahren im Herbst?

Mehrere dünne Kleidungsschichten und wasserdichter Schutz für Füße, Hände und Beine. Der ADFC rät zum Zwiebelprinzip: Je nach Temperatur zieht man Schichten an oder aus. Bei Regen halten wasserdichte Überschuhe Schuhe und Füße trocken, wasserfeste Handschuhe schützen die Hände. Eine Regenhose oder Regenchaps und ein Schutz für den Sattel verhindern, dass man durchnässt ankommt. Ein Schlauchtuch wärmt den Hals, in wasserdichten Packtaschen bleibt das Gepäck trocken. Helle Kleidung mit Reflektoren sorgt dafür, dass Autofahrer Radler auch bei Nebel, Regen und Gegenlicht früh erkennen.

Zum Schluss die Gretchenfrage: Hält Radfahren auch mit dem E-Bike fit?

Ja, der Kreislauf arbeitet auf dem Pedelec fast so stark wie auf dem normalen Fahrrad. Das zeigt eine Studie der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Sportmediziner haben zwischen 2017 und 2020 bundesweit die Daten von 1250 Pedelec-Fahrern und 629 Fahrern herkömmlicher Räder ausgewertet, insgesamt rund 58.000 Fahrten. Die Herzfrequenz der E-Biker lag im Schnitt nur fünf Schläge pro Minute unter der der anderen Radler. Außerdem ließen Pedelec-Fahrer das Auto öfter stehen als andere Radfahrer. Viele von ihnen waren vorher kaum Rad gefahren, mehr als ein Drittel hatte Vorerkrankungen wie Bluthochdruck oder Gelenkverschleiß. Gerade für sie macht der E-Motor regelmäßige Bewegung erst möglich.

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