Über 1300 zusätzliche Todesfälle durch Rekord-Hitze | Weather.com
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WHO warnt: Über 1300 zusätzliche Todesfälle durch Extrem-Hitze in Europa

Die extreme Hitzewelle in Europa hat nach Angaben der WHO bereits mehr als 1300 zusätzliche Todesfälle mitverursacht. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus spricht von einem „stillen Killer“ und warnt vor weiter steigenden Risiken.

Mehrere Menschen kühlen sich an einem Brunnen vor einer Säulenreihe ab. Vatikan, 28. Juni 2026 (AP Photo/Alessandra Tarantino)
150 Millionen Menschen sind in Europa von extremer Hitze betroffen.
(AP Photo/Alessandra Tarantino)

Die anhaltende Hitzewelle in Europa hat nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation offenbar schon jetzt dramatische Folgen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus schrieb auf der Plattform X, dass seit dem 21. Juni europaweit mehr als 1300 zusätzliche Todesfälle im Zusammenhang mit den hohen Temperaturen registriert worden seien.

Zugleich warnte Tedros vor der besonderen Betroffenheit des Kontinents. „Europa ist der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde – die Erwärmung verläuft doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt“, schrieb Tedros Adhanom Ghebreyesus. Millionen Menschen litten derzeit unter extremer Hitze.

Europa besonders stark von extremer Hitze betroffen

Nach Darstellung des WHO-Chefs sind rund 150 Millionen Menschen in Europa von den außergewöhnlich hohen Temperaturen betroffen. Zudem verwies er darauf, dass Schulen geschlossen würden und Stromnetze unter der Belastung zusammenbrechen könnten. Hitzestress gilt aus seiner Sicht als „stiller Killer“. Gerade Wohnungen, Schulen und Arbeitsplätze in Europa seien auf solche Extremwerte vielerorts nicht vorbereitet, erklärte Tedros Adhanom Ghebreyesus.

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Bereits in der vergangenen Woche hatte der WHO-Chef darauf hingewiesen, dass weltweit jedes Jahr rund eine halbe Million Menschen an den Folgen extremer Hitze sterben. Viele dieser Hitzetote könnten demnach durch rechtzeitige Schutzmaßnahmen verhindert werden.

Rekordtemperaturen in mehreren europäischen Ländern

Auch aus Frankreich kamen zuletzt alarmierende Zahlen. Nach vorläufigen Daten der dortigen Gesundheitsbehörde wurden während der massiven Hitzewelle etwa 1000 Todesfälle mehr als üblich registriert.

Am Wochenende wurden in mehreren Ländern Europas neue Temperaturrekorde oder außergewöhnlich hohe Werte gemessen. In Deutschland stieg die Temperatur am Sonntag im brandenburgischen Neißemünde im Landkreis Oder-Spree auf 41,7 Grad. In Polen wurde in der Grenzstadt Slubice an der Oder mit vorläufig 40,5 Grad ein landesweiter Höchstwert gemeldet. In Tschechien erreichte das Thermometer mit 41,1 Grad bereits den zweiten Tag in Folge einen Allzeit-Höchststand auf dem Höhepunkt der Hitzewelle.

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