Hitze im Mittelmeer: Rekordtemperaturen erhöhen Gewitter-Risiko | Weather.com
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Rekordtemperaturen im Mittelmeer erhöhen die Unwettergefahr

Vor der Küste Mallorcas ist das Mittelmeer derzeit so warm wie nie zuvor in spanischen Gewässern. Die extremen Wassertemperaturen verstärken nicht nur die Hitze auf der Insel, sondern können auch schwere Gewitter und Starkregen begünstigen.

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Das Mittelmeer vor Mallorca erreicht derzeit außergewöhnliche Temperaturen – und genau das könnte in den nächsten Tagen zum Problem werden. Vor der spanischen Insel wurde eine Wassertemperatur von 33,02 Grad Celsius registriert. Das ist der höchste bislang gemessene Wert in spanischen Gewässern. Neben der anhaltenden Hitze wächst damit auch das Risiko für kräftige Gewitter und Starkregen.

Warum warmes Meerwasser Unwetter begünstigt

Ein stark aufgeheiztes Meer wirkt wie ein gewaltiger Wärme- und Feuchtigkeitsspeicher. Steigen die Wassertemperaturen, verdunstet mehr Wasser. Dadurch reichert sich die Luft in Bodennähe mit zusätzlicher Feuchtigkeit an. Gleichzeitig steckt in der warmen Wasseroberfläche viel Energie, die sich unter bestimmten Bedingungen rasch entladen kann.

Solange über dem westlichen Mittelmeer sehr warme Luftmassen dominieren, bleibt die Wetterlage oft noch vergleichsweise stabil. Kritisch wird es aber, sobald kühlere Luft in höheren Atmosphärenschichten nachrückt oder sich ein Höhentief nähert. Dann trifft oben kältere Luft auf feuchtwarme Luft über dem Meer. Genau dieser Kontrast kann dazu führen, dass Luftmassen besonders schnell aufsteigen, sich hohe Gewitterwolken bilden und daraus in kurzer Zeit heftige Unwetter entstehen.

Auf Mallorca wird es weiter extrem heiß

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Auch an Land bleibt die Lage angespannt. Auf Mallorca werden für Sonntag und zum Wochenstart Temperaturen von bis zu 38 Grad erwartet. In Verbindung mit dem rekordwarmen Meer verschärft sich die Belastung zusätzlich.

Denn die aufgeheizte Wasseroberfläche gibt laufend Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab. Vor allem an den Küsten steigt dadurch die Luftfeuchtigkeit deutlich. Für Menschen fühlt sich die Hitze dann oft noch intensiver an als es die gemessenen Werte vermuten lassen. Der Körper kann überschüssige Wärme bei schwüler Witterung schlechter abgeben, weshalb die gefühlte Temperatur über der tatsächlichen Lufttemperatur liegen kann.

Auch die Nächte bleiben vielerorts drückend

Hinzu kommt: Das ungewöhnlich warme Mittelmeer verhindert vielerorts eine spürbare nächtliche Abkühlung. Gerade in Küstenregionen bleiben die Nächte deshalb oft länger warm, schwül und belastend. Das kann den Kreislauf zusätzlich strapazieren – besonders bei einer bereits anhaltenden Hitzewelle.

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